
Yuki Tsunoda steht vor einem historischen Moment in seiner Karriere, denn er debütiert für Red Bull Racing beim Großen Preis von Japan, der am Sonntag um 7:00 Uhr MESZ in Suzuka stattfindet. In der Geschichte der Formel 1 haben japanische Fahrer nur viermal das Podium erreicht, und Tsunoda wird nun als Hoffnungsträger angesehen, der den ersten Grand-Prix-Sieg aus Japan holen könnte. Sein Teamkollege Sergio Perez lobte Tsunodas Talent und dessen Geschäftssinn, was die Erwartungen an den talentierten Fahrer zusätzlich anheizt. Zudem wird Tsunoda in Suzuka, als erster Japaner in den Farben eines Spitzenteams, im eigenen Land antreten.
Tsunoda beschreibt seinen Aufstieg in die Königsklasse des Motorsports als "unwirklich". In den vorherigen Saisons war er bereits in der Formel 1 aktiv, wo er 2021 als Teamkollege von Pierre Gasly bei AlphaTauri startete. Durch die Verbindung zwischen Honda und Red Bull gelangte er schließlich in den Red-Bull-Juniorkader und bewies sein Talent in den europäischen Nachwuchsserien. In der Formel 2 feierte er drei Siege und beendete die Saison auf dem dritten Gesamtrang, bevor er 2020 die Gelegenheit bekam, für AlphaTauri zu testen.
Der Weg zum Debüt
Nach einer wechselhaften Karriere, in der er technischer Schwierigkeiten und Druck durch andere Fahrer begegnete, wurde Tsunoda kürzlich in das Cockpit von Red Bull befördert, nachdem Liam Lawson nicht überzeugen konnte. Er hofft nun, beim Heim-Grand-Prix auf das Podium zu kommen, ist jedoch vorsichtig mit seinen Erwartungen. In seinen vorherigen 89 Rennen war sein bestes Ergebnis ein vierter Platz in Abu Dhabi, während Kamui Kobayashi der einzige japanische Fahrer war, der es 2012 auf das Podium in Suzuka schaffte.
Nachdem Tsunoda in den ersten beiden Rennen von Racing Bulls auf Red Bull Racing wechselte, hat er bereits positive Erfahrungen mit dem neuen Auto gesammelt. Nach zwei Tagen im Simulator gab er an, keine größeren Probleme festgestellt zu haben. Seine Rückkehr in die Top-Liga des Motorsports wird als sowohl aufregend als auch herausfordernd wahrgenommen. Diese Herausforderung wird durch die Tatsache verstärkt, dass viele japanische Fahrer in der Geschichte der Formel 1 für ihre risikobehaftete Fahrweise bekannt sind.
Persönliche Initiativen
Abseits der Strecke hat Tsunoda auch geschäftlich Fuß gefasst und seine eigene Modelinie „Venti Due“ vorgestellt. Dies zeigt nicht nur sein Engagement für den Motorsport, sondern auch sein Bestreben, sich außerhalb des Rennsports zu profilieren.
In der laufenden Saison wird Tsunoda zweifellos unter dem Blickfeld der Motorsportwelt stehen. Angesichts seines beeindruckenden Werdegangs wird beobachtet, ob er den Sprung in die obersten Ränge der Formel 1 tatsächlich schaffen kann.
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