Am 9. Jänner 2026 kam es in Portland, Oregon, zu einem kritischen Vorfall, als zwei Personen durch Schüsse verletzt wurden. Die Täter waren Mitglieder der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde. Der Zustand der verletzten Personen ist derzeit unbekannt. Ermittlungen wurden sofort vom FBI aufgenommen, während die örtliche Polizei nicht an dem Vorfall beteiligt war, wie vienna.at berichtet. Polizeichef Bob Day appellierte an die Bevölkerung um Ruhe und Verständnis während der laufenden Ermittlungen.

Das jüngste Ereignis ist Teil einer besorgniserregenden Reihe von Vorfällen mit Schusswaffen, die die Vereinigten Staaten in den letzten Jahren erschüttert haben. Ein weiterer tragischer Vorfall ereignete sich am 27. August 2025 in Minneapolis, wo ein Amoklauf an der Annunciation Catholic School stattfand. Bei diesem Vorfall wurden zwei Kinder_getötet und 14 Kinder sowie drei Erwachsene verletzt. Der mutmaßliche Schütze, 23 Jahre alt und früherer Schüler der Schule, hatte vor dem Angriff ein Manifest mit verstörenden Inhalten veröffentlicht. Der Täter verwendete dabei diverse Schusswaffen, die alle legal erworben worden waren. Er nahm sich anschließend das Leben. Die Ermittlungen werden als mögliches Terrorverbrechen sowie als Hassverbrechen gegen Katholiken betrachtet, wie fr.de schildert.

Politische Reaktionen und Kontroversen

Die Erhöhung von Gewaltvorfällen hat auch politische Reaktionen ausgelöst. Im Kontext des jüngsten Vorfalls in Portland wurde bekannt, dass ein ähnlicher Einsatz von US-Einwanderungsbeamten in Minneapolis zu einem tödlichen Vorfall führte, bei dem eine 37-jährige Frau, Mutter von drei Kindern, erschossen wurde. Heimatschutzministerin Kristi Noem sprach von Notwehr, während die Darstellung des Hergangs zwischen US-Regierung und lokalen Behörden stark unterscheidet. US-Präsident Donald Trump behauptete, die Frau hätte Beamte überfahren, was vom Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, als „völligen Unsinn“ zurückgewiesen wurde. Eyewitness-Videos zeigen, wie ein Beamter drei Schüsse auf das vorbeifahrende Auto der Frau abgab.

Die Debatte über die Waffengesetzgebung wird durch diese tragischen Vorfälle zusätzlich angeheizt. Laut Statistiken gibt es in den USA eine alarmierende Anzahl von Vorfällen und Todesfällen durch Schusswaffen. Zwischen 2015 und 2025 wurden laut dem Gun Violence Archive eine Vielzahl an Todesfällen dokumentiert (Statista. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Reduzierung der Waffengewalt und zum Schutz der Bürger.

Die Situation in Portland und Minneapolis reflektiert nicht nur die Zunahme von Gewalttaten, sondern auch die ernsthaften Herausforderungen, denen sich die US-Behörden und die Gesellschaft im Umgang mit Schusswaffen gegenübersehen. Die fortdauernden Ermittlungen in diesen Fällen und die wachsende öffentliche Debatte über Waffengesetze könnten möglicherweise zu einem Umdenken und zu neuen Lösungsansätzen führen.