Ein tragischer Vorfall im Skiurlaub einer dänischen Touristengruppe hat ein fatales Ende genommen. Der 57-jährige Mann war am Samstagabend, den 10. Jänner 2026, in Bad Gastein unterwegs, als er sich von seinen Freunden trennte, um den Wasserfall bei Nacht zu besichtigen. Der Tourist, der für seine Aufenthaltsdauer nicht als Wintersportler identifiziert wurde, erschien am Sonntagmorgen nicht zum Frühstück und wurde bis zum Mittag vermisst. Schließlich meldeten seine Freunde ihn als vermisst, was eine umfangreiche Suchaktion auslöste.
Die Polizei startete die Suche mit einem Hubschrauber und setzte rund 20 Einsatzkräfte der Bergrettung ein. Gerhard Kemser, Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, stellte klar, dass die Suche im Ortsgebiet stattfand, das jedoch alpines Gelände umfasst. Um 14 Uhr wurde der 57-Jährige leblos am Rand des Bachbetts der Gasteiner Ache entdeckt, vor den ersten Steilstufen des oberen Wasserfalls. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Mann möglicherweise gestürzt und in der kalten Nacht erfroren ist, während die Temperaturen auf minus 14 Grad fielen.
Rettungseinsatz und Bedingungen
Die Bergrettung Bad Gastein wurde am Sonntag um 12.15 Uhr informiert, nachdem bereits Freunde und die Polizei erfolglos nach dem Vermissten gesucht hatten. Kemser betonte, dass der Sonntag einer der einsatzreichsten Tage dieser Wintersaison für die Bergrettung im Pongau war, mit insgesamt sieben Alarmierungen, die sich auf verschiedene Notfälle bezogen, wie Lawinenabgänge und verletzte Variantenfahrer. Er appellierte an die Bedeutung einer sorgfältigen Tourenplanung und eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten.
Dieser Vorfall reiht sich ein in eine besorgniserregende Tendenz in den Alpen. Beispielsweise ist die Anzahl der Unfälle in dieser Wintersaison drastisch gestiegen. Im Sommer 2025 starben bereits mehr als doppelt so viele Menschen in den Tiroler Alpen im Vergleich zum Vorjahr. Ehrenamtliche Helfer der Bergrettung sehen sich zunehmend mit der Herausforderung konfrontiert, Personen vom Berg zu holen, die eingeschätzt haben, die winterlichen Bedingungen nicht angemessen zu berücksichtigen oder sich selbst überschätzen. Viele Unfälle geschehen zudem, weil Wanderer und Bergsteiger in den Hochsommermonaten von winterlichen Bedingungen überrascht werden.
In diesem Zusammenhang sind die Warnungen von Experten und Rettungskräften deutlich: Eine sorgfältige Planung und die Einschätzung des Geländes sind unumgänglich, um solche tragischen Zwischenfälle zu vermeiden. Die Bergrettung kämpft nicht nur mit den Folgen von Unfällen, sondern ist auch in einer Zeit von alarmierend vielen Notlagen ständig im Einsatz. Die Geschichte des dänischen Touristen ist ein tragisches Beispiel für die Risiken, die selbst in einem vermeintlich sicheren Terrain lauern.
Für detaillierte Informationen zu diesem Vorfall besuchen Sie bitte die Artikel von exxpress.at und allgaeuer-zeitung.de. Weitere Einblicke in die aktuelle Lage in den Alpen finden Sie auf sueddeutsche.de.