Am 30. Jänner 2026 kam es in Axams zu einem Übergriff auf eine 19-jährige Deutsche, der sowohl die Polizei als auch die Öffentlichkeit aufhorchen ließ. Der Vorfall ereignete sich kurz vor 15 Uhr im Vorraum des Restaurants der Bergstation Axamer Lizum, wo der unbekannte Täter die junge Frau brutal am Arm packte und sie unsittlich berührte. Der Täter hielt in der rechten Hand Ski, die gegen ihren Kopf stießen, während er sie mit beiden Armen umarmte. In einem mutigen Moment setzte sich die 19-Jährige zur Wehr, konnte sich befreien und lief davon. Die Polizei berichtet, dass sie bei dem Übergriff leicht verletzt wurde und nun dringend nach Zeugen und dem Täter sucht.
Die Polizei gab dazu eine detaillierte Täterbeschreibung bekannt: Der gesuchte Mann ist männlich, zwischen 40 und 50 Jahren alt, etwa 185 cm groß und hat eine korpulente Statur. Er war mit einer dunkelgrauen oder anthrazitfarbenen Jacke sowie einem grau-dunkelblauen Skihelm ohne Brille bekleidet und trug ein Halstuch über dem Kinn und schwarze Handschuhe. Zudem sprach der Täter Deutsch mit einem unbestimmten Dialekt. Hinweise können bei der Polizeiinspektion Axams unter der Telefonnummer 059133 7111 übermittelt werden. Der Fall hat großen Aufschrei in der Region ausgelöst und wirft Fragen zur Sicherheit in öffentlichen Räumen auf.
Prävention und Sicherheit im Fokus
Dieses Ereignis findet vor dem Hintergrund eines gesellschaftlichen Trends statt, bei dem das subjektive Sicherheitsgefühl vieler Menschen leidet. Laut Informationen des Bundeskriminalamts sind Faktoren wie Kriminalität, städtische Verdichtung und soziale Veränderungen entscheidend für die Wahrnehmung der Sicherheit in der Öffentlichkeit.
Das Bundeskriminalamt hat verschiedene Präventionsmaßnahmen ins Leben gerufen, um das Sicherheitsgefühl zu stärken und über Selbstschutz aufzuklären. Ein zentrales Element ist das Programm „Sicherheit im öffentlichen Raum“, das speziell auf die Vorbeugung sexueller und körperlicher Übergriffe, insbesondere auf Frauen und Mädchen ab 16 Jahren, abzielt. Dabei werden Workshops zur Selbstbehauptung und zu Handlungsoptionen in Gefahrensituationen angeboten, um das persönliche Sicherheitsgefühl zu steigern.
Außerdem werden Angstraumbegehungen an Orten mit potenziellen Gefahren, wie Tiefgaragen, organisiert, um unsichere Situationen zu identifizieren. Bei diesen Begehungen werden die Wahrnehmungen der Teilnehmer kollektiv diskutiert und mögliche Lösungen erarbeitet, während auch örtliche Missstände gemeldet und Verbesserungen angestoßen werden. Alle diese Maßnahmen werden fortlaufend evaluiert und angepasst, um frischen Input und neue Erkenntnisse in die Sicherheitsarbeit einfließen zu lassen.
In der aktuellen Diskussion um Sicherheit ist es wichtig, dass Bürger und Bürgerinnen sich aktiv an Präventionsangeboten beteiligen, um sowohl ihre eigene Sicherheit als auch die Sicherheit ihrer Mitmenschen zu erhöhen. Der Fall in Axams ist ein weiterer alarmierender Hinweis darauf, dass trotz entsprechender Programme und Maßnahmen noch viel getan werden muss.