
Die kommissarische Polizeichefin von Seattle erklärte am Montag, dass sie einen Polizeibeamten entlassen hat, der im Jahr 2023 eine Studentin aus Indien getötet hatte, während er auf einen Überdosis-Notruf reagierte.
Entlassung des Polizeibeamten
Die kommissarische Polizeichefin Sue Rahr informierte die Mitarbeiter in einer E-Mail darüber, dass Kevin Dave entlassen wurde, nachdem das Seattle Office of Police Accountability vier Verstöße gegen die Richtlinien der Polizei festgestellt hatte. Dazu gehört auch eine Bestimmung, die die sichere Bedienung von Streifenwagen vorschreibt, wie die Seattle Times berichtete.
Unfälle und deren Folgen
„Ich glaube, dass der Beamte in der Nacht nicht die Absicht hatte, jemandem zu schaden, und dass er versuchte, so schnell wie möglich zu einem möglichen Überdosis-Opfer zu gelangen“, schrieb Rahr. „Dennoch kann ich die tragischen Folgen seines gefährlichen Fahrens nicht akzeptieren. Seine positive Absicht mildert nicht die schlechte Entscheidung, die zum Verlust eines Menschenlebens geführt hat und die Reputation der Seattle Police Department beschädigt hat.“
Reaktionen und Folgen
Eine Nachricht, die von der Associated Press an die Seattle Police Officers Guild, eine Polizeigewerkschaft, gesendet wurde, blieb unbeantwortet. Versuche, Dave direkt zu erreichen, waren ebenfalls erfolglos.
Rahr’s Ankündigung erfolgt fast ein Jahr, nachdem die Staatsanwaltschaft des King County entschieden hatte, keine schweren Anklagen gegen Dave zu erheben, da nicht genügend Beweise vorlagen, um nachzuweisen, dass er die Sicherheit während des Unfalls absichtlich missachtet hatte, der zum Tod von Jaahnavi Kandula führte.
Rechtliche Schritte gegen den Beamten
Das Seattle City Attorney’s Office verhängte später eine Geldbuße in Höhe von 5.000 USD gegen Dave wegen fahrlässigen Fahrens. Stadtstaatsanwälte berichteten, dass Dave mit Geschwindigkeiten von bis zu 74 mph (119 km/h) auf einer Straße mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 mph (40 km/h) fuhr, bevor er Kandula erfasste. Nachdem er den Bußgeldbescheid zunächst angefochten hatte, stimmte Dave kürzlich zu, die Geldbuße zu zahlen, einen achtstündigen Verkehrssicherheit Kurs innerhalb eines Jahres abzulegen und bis zum 30. September 40 Stunden Sozialdienst zu leisten, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.
Öffentliche Empörung und weitere Entwicklungen
Der Tod von Kandula löste eine Welle der Empörung aus, insbesondere nachdem ein Aufnahme von einer Bodycam eines anderen Beamten aufgetaucht war. In dieser Aufnahme lachte der Beamte und behauptete, Kandulas Leben habe einen „begrenzten Wert“ und die Stadt sollte „einfach einen Scheck ausstellen“. Diplomaten aus Indien forderten eine Untersuchung. Der zivilgesellschaftliche Aufsichtsrats fand, dass die Kommentare von Officer Daniel Auderer, der ein Gewerkschaftsführer war, den Ruf der Abteilung beschädigten und das öffentliche Vertrauen untergruben. Auderer wurde später entlassen.
Klage der Familie Kandula
Die Familie von Kandula hat eine Klage wegen rechtswidrigen Todes gegen die Stadt und Dave eingereicht.
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