Am 13. Oktober 2025, gegen 9:30 Uhr, kam es im Petersdom in Rom zu einem skandalösen Vorfall, als ein nicht identifizierter Mann auf den Papstaltar, auch bekannt als der Bernini-Baldachin, urinierte. Hunderte Gläubige, die zu dieser Zeit in der Kirche waren, wurden Zeugen des schockierenden Geschehens. Der Vorfall, der schnell in sozialen Netzwerken verbreitet wurde, wirft Fragen zur Sicherheit im Petersdom auf, einem der bedeutendsten Kirchen der Christenheit, der auf dem Grab des Apostels Petrus erbaut wurde.
Die Sicherheitskräfte, darunter Zivilpolizisten, reagierten umgehend und führten den Mann ab. Über die Beweggründe des Täters gibt es zurzeit keine Informationen. Papst Leo XIV. wurde noch am selben Tag über die Vorfälle informiert und zeigte sich bestürzt. Offizielle Reaktionen des Vatikan stehen ebenfalls noch aus, jedoch ist bereits klar, dass nach solchen Vorfällen eine Bußliturgie zur symbolischen Reinigung des Altars durchgeführt wird.
Vorangegangene Vorfälle und Sicherheitsmaßnahmen
Der jüngste Skandal ist nicht der erste Vorfall dieser Art im Petersdom. Bereits im Februar 2025 hatte ein Mann aus Rumänien Kerzenleuchter vom Altar gestoßen. Er wurde der italienischen Polizei übergeben und es wird vermutet, dass auch er psychisch krank war. Ein Video dieses Vorfalls, bei dem er auf den Hauptaltar kletterte, Kerzenleuchter umwarf und das Altartuch herunterriss, kursiert ebenfalls in sozialen Netzwerken. Die vatikanische Gendarmerie hatte ihn damals in Gewahrsam genommen, bevor er an die italienischen Behörden übergeben wurde.
Die erhöhte Aufmerksamkeit für Vorfälle im Petersdom stehen im Zusammenhang mit der steigenden Zahl von Besuchern, die in diesem Jahr, beginnend mit dem am 24. Dezember gestarteten Heiligen Jahr, bereits auf über 32 Millionen geschätzt wird. Diese hohe Besucherzahl hat zu verstärkten Sicherheitsvorkehrungen geführt, die nach den vorherigen Vorfällen weiter erhöht wurden.
Die Reaktion der Gläubigen und der Kirche
Nach den verschiedenen Vorfällen, darunter auch ein nackter Mann, der 2023 als Protest gegen den Ukraine-Krieg auf den Altar kletterte, wurden Bußliturgien gefeiert. Diese liturgischen Feiern dienten der symbolischen Reinigung der Orte, an denen die Vorfälle stattfanden. Der Erzpriester von Sankt Peter war unter den Teilnehmenden dieser spezifischen Feier.
Angesichts vergangener und aktueller Ereignisse bleibt abzuwarten, wie der Vatikan auf diese jüngsten Vorfälle reagieren wird. Sicherheitsüberprüfungen und mögliche Verschärfungen der Sicherheitsvorkehrungen im Petersdom sind bereits angekündigt worden, um derartige Vandalismus-Akte in der Zukunft zu verhindern.
Für weitere Informationen zu diesem Vorfall besuchen Sie bitte die Artikel von vol.at, domradio.de und orf.at.