Am Dienstagmorgen, den 30. September 2025, ereignete sich ein tragischer Unfall in Ahaus, Nordrhein-Westfalen, an dem ein Rettungswagen mit einer 88-jährigen Patientin beteiligt war. Laut fireworld.at stand der Fahrzeug aufgrund eines akuten medizinischen Notfalls am Bahnübergang „Schumacherring“. Während der Rettungswagen an einem stillgelegten von den Bahnschranken gesperrten Gleis hielt, schlossen sich die Schranken plötzlich und verhinderten eine rechtzeitige Abfahrt.

Ein herannahender Regionalzug erfasste den stehenden Krankenwagen, was zu schweren Verletzungen der 88-jährigen Patientin führte. Sie verstarb noch vor Ort. Die Besatzung konnte sich größtenteils in Sicherheit bringen, während die Fahrerin des Rettungswagens, ein 18-jähriges Mädchen, im Fahrzeug blieb. Ihre beiden Kollegen, 19 und 24 Jahre alt, konnten sich erfolgreich retten. Auch der Lokführer sowie mindestens zwei Fahrgäste im Zug erlitten leichte Verletzungen, berichtete WDR.

Ermittlungen und Folgen des Unfalls

Die Polizei hat umgehend Ermittlungen eingeleitet, um zu klären, warum der Rettungswagen auf den Gleisen stand und was genau während des Vorfalls geschah. Der Bahnverkehr wurde während der Unfallaufnahme eingestellt und der Unfallort wurde großräumig abgesichert.

Aufgrund des Unfalls mussten etwa 100 Fahrgäste des Zuges aussteigen, und die Zugfahrt wurde ohne Passagiere fortgesetzt. Die Strecke zwischen Legden und Ahaus bleibt vorerst gesperrt, und das Ende dieser Sperrung ist laut zuginfo.nrw noch nicht abzusehen.

Sicherheit an Bahnübergängen

Bahnübergänge wie der am Schumacherring sind nach wie vor ein kritischer Punkt im Straßen- und Schienenverkehr. Laut einem Bericht von Forschungsinformationssystem.de stellen höhengleiche Kreuzungen zwischen Straße und Schiene besondere Herausforderungen dar. Während die Unfallzahlen an diesen Kreuzungen in den letzten Jahren gesunken sind, sind sie oft auf Fehlverhalten von Straßenverkehrsteilnehmern zurückzuführen.

Die Deutsche Bahn AG hat verlautbart, dass sie jährlich rund 170 Millionen Euro für die Sicherung von Bahnübergängen ausgibt, um das Risiko solcher Unfälle zu minimieren. Über 70% der Bahnübergänge sind technisch gesichert, dennoch kommt es in Ausnahmefällen immer wieder zu tragischen Unfällen, wie dem aktuellen in Ahaus.