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Am Sonntag, dem 1. Januar 2025, ereignete sich ein verheerendes Flugzeugunglück in Südkorea, als eine Boeing 737-800 der Billigfluggesellschaft Jeju Air bei der Landung auf dem Regionalflughafen Muan über die Landebahn raste und gegen eine Betonmauer prallte. Das Unglück kostete 179 der 181 Passagiere und Besatzungsmitglieder das Leben. Zwei Crewmitglieder konnten zwar lebend aus den Trümmern geborgen werden, die Umstände des Unglücks bleiben jedoch unklar. Die Maschine war auf dem Weg aus Bangkok, Thailand, nach Muan und meldete unmittelbar vor der Bruchlandung einen Zusammenprall mit Vögeln, wie zeit.de berichtete.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall haben bereits Fahrt aufgenommen. Bereits fünf Tage nach dem Unglück starteten die Behörden mit der Bergung des Wracks, in deren Rahmen Kräne eingesetzt wurden, um die Trümmer an Land zu bringen. Die Ermittler untersuchen vor allem, warum das Fahrwerk der Maschine nicht ausgeklappt war, als sie auf dem Rumpf landete. Ob die Betonmauer am Ende der Landebahn, in die die Maschine krachte, zur Schwere des Unglücks beigetragen hat, wird derzeit ebenfalls untersucht. Die Polizei führte Durchsuchungen bei Jeju Air und am Flughafen von Muan durch, um Beweise für fahrlässiges Verhalten zu sammeln, das möglicherweise zu den Todesfällen führte, so die Berichterstattung von vienna.at.
Zusätzlich nehmen Ermittler der US-Sicherheitsbehörde NTSB und von Boeing an den Untersuchungen teil. Beide Flugschreiber wurden geborgen und die Daten des Cockpit-Stimmenrekorders sind bereits übertragen worden. Der zweite Flugschreiber wurde bei dem Vorfall beschädigt und wird in den USA weiter untersucht. Eine umfassende Prüfung aller in Südkorea betriebenen Boeing 737-800-Maschinen wurde von der Regierung angekündigt, da 101 solcher Maschinen im Einsatz sind.
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