William Stevenson, der Ex-Ehemann von Jill Biden, wurde am 3. Februar 2026 festgenommen und steht unter dem Verdacht, seine 64-jährige Ehefrau Linda Stevenson ermordet zu haben. Die Festnahme des 77-Jährigen erfolgte an seiner Wohnadresse in Delaware, wo die Ermittlungen nach einem häuslichen Streit Ende Dezember eingeleitet wurden. Polizei von New Castle County reagierte am 28. Dezember auf einen Notruf bezüglich häuslicher Gewalt in Wilmington, bei dem Linda bewusstlos aufgefunden wurde. Sie verstarb am 29. Dezember, und ihr Tod wurde in einem Nachruf als unerwartet beschrieben, ohne Erwähnung von William Stevenson. Die Ermittler begannen am 31. Dezember, das Anwesen des Paares zu untersuchen, und William rückte schnell in den Fokus der Behörden.
Stevensons Vergangenheit ist ebenfalls bemerkenswert. Vor seiner Ehe mit Linda war er von 1970 bis 1974 mit Jill Biden verheiratet, die später 1977 Joe Biden, den späteren US-Präsidenten, heiratete. Jetzt muss sich William Stevenson vor Gericht für den Tod seiner Frau verantworten. Die US-Behörden haben bislang keine weiteren Details zum Tathergang oder Motiv veröffentlicht.
Häusliche Gewalt im Fokus
Der Fall von William Stevenson wirft auch ein Licht auf das weitverbreitete Problem der häuslichen Gewalt in den USA. Statistiken zeigen, dass etwa 1 von 4 Frauen und 1 von 9 Männern im Laufe ihres Lebens schwere Gewalt in Paarbeziehungen erleben. Jährlich sind mehr als 10 Millionen Menschen in den USA von häuslicher Gewalt betroffen, und mehr als 1.500 Todesfälle sind auf solche Vorfälle zurückzuführen. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der weiblichen Opfer von Tötungsdelikten von aktuellen oder ehemaligen Partnern getötet wird. Das Vorhandensein einer Schusswaffe erhöht das Risiko eines Tötungsdelikts um 500%.
Häusliche Gewalt betrifft oft auch bestimmte Bevölkerungsgruppen stärker. Frauen sind die Hauptleidtragenden, insbesondere junge Erwachsene im Alter von 18 bis 34 Jahren sowie Mitglieder der LGBTQ+-Gemeinschaft. Statistiken zeigen auch, dass Frauen mit niedrigem Einkommen höhere Raten von häuslicher Gewalt berichten. Psychologisch haben Opfer oft mit ernsthaften Folgen wie Angstzuständen und Depressionen zu kämpfen.
Gesellschaftliche und rechtliche Herausforderungen
Vor dem Hintergrund dieser Probleme ist es bedauerlich, dass über 50-80% der Fälle häuslicher Gewalt in den USA abgewiesen werden. Mangelnde Beweise und die fehlende Bereitschaft der Opfer, aus verschiedenen Gründen auszusagen, führen häufig zu dieser Situation. Obwohl etwa 40-50% der Fälle strafrechtlich verfolgt werden, münden nur rund 20% in eine Verurteilung. Rechtliche Konsequenzen für Täter variieren je nach Bundesland und können von Geldstrafen bis hin zu Haftstrafen reichen.
William Stevenson wird in den kommenden Monaten vor Gericht stehen, und der Fall wird sicherlich öffentliche Aufmerksamkeit auf die dringenden Probleme rund um häusliche Gewalt lenken. Die Kombination aus persönlichem Drama und gesellschaftlichem Problem verleiht diesem Fall zusätzlich eine düstere Tragik.