
Die Stadt Palma auf Mallorca hat ein neues Sicherheitskonzept für den beliebten Strandabschnitt „Ballermann“ vorgestellt. Dieses Vorhaben, das am 17. April 2025 in Betrieb genommen werden soll, zielt darauf ab, die wiederholten Exzesse von Alkoholmissbrauch, Prügeleien, Vergewaltigungen und Vandalismus zu bekämpfen. Bürgermeister Jaime Martínez hob bei der Präsentation die Dringlichkeit dieser Maßnahmen hervor, um die Sicherheit der Besucher und Anwohner zu gewährleisten. Die Initiative wird mit drei Millionen Euro aus der Touristensteuer finanziert, um geeignete Ausstattungen und einen erhöhten Polizeieinsatz zu ermöglichen. Laut vienna.at sollen unter anderem acht neue Polizeiautos, drei Drohnen und zahlreiche Überwachungskameras angeschafft werden, um die Sicherheit im Ballermann-Gebiet zu erhöhen.
Die Kameras sind bereits installiert und sollen in den nächsten Wochen in Betrieb genommen werden. Zusätzlich sind 170 Polizisten im Einsatz, darunter Zivilbeamte, Fußpatrouillen, Motorradstreifen und berittene Einsatzkräfte, die gezielt in besonders kritischen Bereichen patrouillieren. Wirksame Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Behörden schnell eingreifen können, wenn es zu Vorfällen kommt. Auch die spanische Polizei wird im Drei-Schicht-Betrieb tätig sein, um während der Hochsaison eine dauerhafte Präsenz zu gewährleisten, nachdem Hoteliers zuvor eine unzureichende Polizeipräsenz kritisiert hatten.
Strenge Regelungen und hohe Bußgelder
Die Behörden haben angekündigt, hohe Bußgelder für Regelverstöße einzuführen, um zusätzliche Anreize zur Einhaltung der neu eingeführten Sicherheitsvorkehrungen zu schaffen. Die Effektivität dieser Maßnahmen bleibt abzuwarten, da sie in einem Kontext implementiert werden, in dem Spanient seit 2017 mit einer erhöhten Terrorwarnstufe konfrontiert ist. Reisende sollten sich daher umfassend über lokale Sicherheitsvorkehrungen informieren.
Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, sich in Krisenvorsorgelisten einzutragen und auf aktuelle Reiseempfehlungen zu achten. Dazu zählt auch der Hinweis, dass schnell zu erreichende Notrufnummern und eine gute Reisekrankenversicherung wichtig sind.
Touristische Herausforderungen in Spanien
Zusätzlich zu den neuen Maßnahmen in Palma ist es notwendig, Reisende auf die allgemeinen Sicherheitslage in Spanien aufmerksam zu machen. Häufige Fälle von Taschendiebstahl und Kleinkriminalität in touristischen Zentren sowie Überfälle auf Touristen, insbesondere entlang der Autobahnen, stellen weiterhin Herausforderungen dar.
Um die eigene Sicherheit zu gewährleisten, wird empfohlen, persönliche Werte sicher zu verwahren und nur vannotwendiges Bargeld dabei zu haben. Bargeldlose Zahlungen sind zudem sicherer und praktischer. Angesichts der möglichen Naturgefahren, wie Busch- und Waldbränden in den Sommermonaten oder plötzlichen Wetteränderungen, wird auch geraten, Wetterberichte genau zu verfolgen und auf etwaige Warnungen zu achten.
Die neuen Maßnahmen zur Sicherheitsverbesserung am Ballermann sind ein Schritt in die richtige Richtung, um die Sicherheitslage an einem der beliebtesten Urlaubsziele in Spanien zu verbessern und somit ein sicheres Umfeld für alle Besucher zu schaffen.
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