
In einem Skiort im ehemaligen Sowjetland Georgien wurden zwölf Menschen tot aufgefunden, wie die Polizei mitteilte. Die Leichen von elf indischen Staatsbürgern und einem georgischen Bürger wurden auf der zweiten Etage über einem indischen Restaurant in Gudauri entdeckt, dem größten Skiort des Landes. Alle Verstorbenen arbeiteten in dem Gebäude, in dem ihre Leichen gefunden wurden.
Indische Botschaft reagiert
Die indische Botschaft in Tiflis erklärte, sie sei bestrebt, den trauernden Familien alle mögliche Unterstützung zukommen zu lassen, und arbeite daran, die Leichen der elf indischen Staatsangehörigen zurückzuführen. Erste Tests ergaben keine Spuren von Gewalt an den Leichnamen. Die Polizei berichtete, dass ein Stromgenerator innerhalb des Gebäudes, in der Nähe der Schlafzimmer, aufgestellt und aktiviert wurde, nachdem die Stromversorgung am Freitag ausgefallen war.
Ermittlungen in Gang gesetzt
Die Polizei hat eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet, die gemäß Artikel 116 des georgischen Strafgesetzbuches unter Verdacht auf fahrlässige Tötung steht. Gudauri liegt hoch in den Kaukasusbergen, nahe der Grenze zu Russland, und erfreut sich wachsender Beliebtheit bei Touristen, da es eine günstigere Alternative zu den Haupt-Skiressorts in den Alpen bietet. Im Jahr 2023 besuchten über 300.000 internationale Reisende den Skiort Gudauri, so eine lokale Beratungsfirma.
Beliebtheit von Gudauri
Der Parkplatz des Resorts liegt auf 2.195 Metern (7.200 Fuß) – höher als viele Pisten in den Alpen. Gudauri bietet 56 Kilometer (35 Meilen) Skiabfahrten und reicht bis auf eine Höhe von 3.277 Metern (10.750 Fuß). Das Resort ist etwa 120 Kilometer (75 Meilen) von der Hauptstadt Tiflis entfernt, die in den letzten Wochen von Protesten erschüttert wurde, nachdem die zunehmend autokratische Regierung beschlossen hatte, die Gespräche über einen Beitritt zur Europäischen Union abzubrechen. Diese Proteste wurden mit einer brutalen Polizeireaktion beantwortet.
Politische Spannungen in Georgien
Am Samstag wählten die georgischen Abgeordneten Mikheil Kavelashvili, einen rechtsextremen ehemaligen Fußballstar, zum neuen Präsidenten des Landes. Dies vertieft die Spannungen zwischen der kremlfreundlichen Regierung und der pro-westlichen Opposition.
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