
Am 5. September 1972, während der Olympischen Spiele in München, geschah ein unfassbares Verbrechen: Palästinensische Terroristen nahmen elf israelische Sportler als Geiseln. Es war der Tag, an dem der Terror live in die Wohnzimmer der Menschen weltweit übertragen wurde. Die Crew des US-amerikanischen ABC-TV-Teams war zufällig vor Ort und lieferte ununterbrochene Berichte über die dramatischen Ereignisse. Diese authentische Berichterstattung, die in einem neuen Spielfilm „September 5“ nacherzählt wird, erweckt das Geschehen wieder zum Leben und zeigt die moralischen und logistischen Herausforderungen, denen sich diese Reporter gegenübersahen, während die Welt zusah, wie sich das Unvorstellbare entfaltete, wie Krone berichtete.
Eine unverzichtbare Figur in diesem Drama ist Josef Gutfreund, geboren 1931 in Rumänien, der den Holocaust überlebte und später nach Israel auswanderte. Er war nicht nur ein talentierter Ringertrainer, sondern auch der erste Sportler, der die Terroristen bemerkte, während sie in die Unterkunft eindrangen. Sein mutiger Versuch, die Tür zu versperren, weckte die anderen Sportler und gab dem Gewichtheber Tuvia Sokolovsky die entscheidenden Sekunden zur Flucht. Leider wurde Gutfreund selbst gefangen genommen und starb während der Geiselnahme am Flughafen Fürstenfeldbruck, wie Spiegel berichtete.
Die Tragödie im Live-Fernsehen
Die Geiselnahme, die vor laufenden Kameras stattfand, stellte die Welt vor neue Herausforderungen. In dem Moment, als die Terroristen zuschlagen, wurde deutlich, wie fragil die Grenze zwischen Sport und Politik ist. Der Schweizer Regisseur Tim Fehlbaum verbindet Film und Realität, um diese tragischen Geschehnisse nachzuerzählen und bringt das Publikum dazu, sich mit den komplexen Emotionen und den Gefahren auseinanderzusetzen, die Folgen solcher Taten mit sich bringen. Die dramatische Aufarbeitung dieser Ereignisse bleibt relevant und zeigt, wie Terrorismus und Geiselnahmen die Geschichte geprägt haben und weiterhin prägen werden.
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