Am 25. Jänner 2026 steht in St. Pölten die Gemeinderatswahl an, bei der 44.063 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgeben können. Dies ist ein Rückgang im Vergleich zu 2021, als noch 46.621 Personen zur Wahl aufgerufen wurden. Bürgermeister Matthias Stadler, der seit dem 9. Juli 2004 im Amt ist, strebt an, die absolute Mehrheit der SPÖ zu verteidigen. Bei der letzten Wahl 2021 erreichte die SPÖ 56,02 Prozent der Stimmen, die niedrigste Wahlbeteiligung dabei betrug 55,96 Prozent. Der Wahlkampf wird von wichtigen Themen wie Finanzen, Verkehr und Sicherheit dominiert.
Die SPÖ regiert seit 1965 mit absoluter Mehrheit in der Landeshauptstadt und Stadler, der am 9. Februar 60 Jahre alt wird, hat das Ziel, dies auch weiterhin zu tun. Er betont, dass er die Verantwortung nicht missbraucht habe und weiterhin für die Stadt arbeiten möchte. Um Stadlers Position zu stärken, haben die anderen Parteien neue Spitzenkandidaten aufgestellt, die darauf abzielen, den Einfluss der SPÖ zu brechen.
Die Herausforderer
Die ÖVP, die 2021 22,74 Prozent und zehn Sitze erreichte, wird von Florian Krumböck angeführt, der einen „neuen Plan“ für St. Pölten anstrebt, der auf Wachstum und Zusammenarbeit zielt. Der 34-Jährige ist der jüngste unter den Listenersten der ÖVP und fordert einen Richtungswechsel. Die FPÖ wird von Martin Antauer geführt, der mehr soziale Gerechtigkeit und Sicherheit sowie eine Belebung der Innenstadt fordert. Antauer erhielt Unterstützung von Udo Landbauer und kann auf die drei Mandate der FPÖ aus dem Jahr 2018 zurückblicken, als die Partei 8,92 Prozent der Stimmen erhielt.
Auch die Grünen, vertreten durch Walter Heimerl-Lesnik und Lisa-Maria Koban als Spitzenduo, haben ambitionierte Pläne. Sie fordern Mobilität, Klimaschutz und transparente Politik, nachdem die Grünen 2021 8,01 Prozent der Stimmen und drei Rathaussitze einnahmen. Auf Seiten der NEOS, die 2021 3,19 Prozent erreichen konnten, steht Bernd Pinzer bereit, der seine Partei als Reform- und Kontrollkraft sieht. Max Zirngast von der KPÖ strebt den Wiedereinzug der Partei in den Gemeinderat an und möchte soziale Politik sowie leistbares Wohnen priorisieren. Die KPÖ erhielt 2021 lediglich 1,11 Prozent und blieb ohne Mandat. Zudem tritt die Liste „Multikulturelle Gesellschaft“ an.
Wahlvorbereitung und Durchführung
Bis Mittwoch dieser Woche wurden etwa 6.000 Wahlkarten ausgestellt. Zum Vergleich: 2018 gab es eine Rekordzahl von 12.598 beantragten Wahlkarten. Der neue, größere Stimmzettel zeigt die Kandidatinnen und Kandidaten direkt unter ihren Parteien. Wählende können bis zu fünf Vorzugsstimmen für Bewerber einer Liste vergeben, gemäß dem Prinzip „Name vor Partei“.
Am Wahltag wird eine Live-Berichterstattung über die Ergebnisse und Reaktionen angeboten. Der gesamte Berichterstattungstag beginnt bereits um 7 Uhr, sodass die Öffentlichkeit hautnah an den Entwicklungen teilnehmen kann. Dies wird von MeinBezirk organisiert, das den ganzen Tag live vor Ort sein wird.
Für weitere Informationen und Updates können Interessierte die Berichterstattung auf meinbezirk.at, oe24 und kleinezeitung.at verfolgen.