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Regierungsprogramm: Umweltschützer fordern mehr Mut für den Klimaschutz!

Das heute vorgestellte Regierungsprogramm sorgt für gemischte Reaktionen. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisierte sowohl mutige Ansätze als auch wesentliche Schwächen. Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000, betonte die Notwendigkeit einer Bundesregierung, die entschlossen sowohl beim Klima- als auch beim Umweltschutz handelt. Das geplante Klimaschutzgesetz und das Bekenntnis zur Klimaneutralität bis 2040 wurden positiv hervorgehoben. Dennoch mahnte Wahlmüller, dass vor allem die Umsetzung essentiell sei, da zur Zeit keine Förderungen für wichtige Maßnahmen wie thermische Sanierungen ausgeschrieben sind, was die Fortschritte behindert. Die Verpflichtung zur Reduzierung umweltschädlicher Subventionen wird ebenfalls als positiv angesehen.

Ein besorgniserregendes Detail ist der Fokus auf große Straßenbauprojekte, die wertvolle Ackerflächen in Gefahr bringen und den Klimazielen widersprechen. Diese Schwächen stehen im Kontrast zu dem Ziel, eine umweltfreundliche und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Der geplante Abbau des Klimaschutzministeriums wird von GLOBAL 2000 als Rückschritt bewertet, da dadurch die Koordination wichtiger Umwelt- und Energiefragen erschwert werden könnte. Auf europäischer Ebene wird die Bundesregierung aufgefordert, sich für eine Umsetzung des Lieferkettengesetzes stark zu machen, um sowohl nationale als auch internationale Umweltstandards einzuhalten, wie es GLOBAL 2000 in einem weiteren Bericht darlegte.

Internationale Verantwortung und nachhaltige Transformation

Zusätzlich zur nationalen Diskussion sind auch internationale Bemühungen von Bedeutung. Ein Bericht über die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie betont, dass nachhaltige Entwicklungen über Ländergrenzen hinweg gefördert werden müssen. Die Bundesregierung plant, ihre Aktivitäten in FORUMS wie den Vereinten Nationen und der Europäischen Union fortzusetzen. Diese globalen Engagements sind entscheidend für die Umsetzung der Agenda 2030. Die deutschen Maßnahmen wurden vor dem Hintergrund der Halbzeit der Agenda 2030 vorgestellt und unterstreichen die Notwendigkeit, negative Auswirkungen deutscher Politik auf Drittstaaten zu minimieren. Es werden Maßnahmen zur Kohärenz in verschiedenen Politikfeldern gefordert, um Spillover-Effekte zu vermeiden, die die nachhaltige Entwicklung in anderen Ländern gefährden könnten, so der Bericht.

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Die Herausforderung bleibt, sowohl national als auch international in der Umsetzung dieser ehrgeizigen Ziele die richtigen Schritte zu setzen.

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Details zur Meldung
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Laimgrubengasse 10, 1060 Wien, Österreich
Beste Referenz
ots.at
Weitere Quellen
bundesregierung.de

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