
Am 4. April 2025 fanden in mehreren Städten der USA bedeutende Proteste gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump statt. Der Protest wurde unter dem Banner "Hands off!" organisiert, mit dem Ziel, gegen Trump und den Unternehmer Elon Musk zu demonstrieren. Die Demonstranten werfen beiden vor, sich "alles zu nehmen, was sie können", und fordern ein Ende der umstrittenen Maßnahmen, die viele Wissenschaftler und Arbeiter in der Forschung bedrohen.
In Washington, wo die größte Kundgebung stattfand, traten mehrere Demokratische Abgeordnete als Redner auf. Diese Proteste sind als eine der ersten größeren Demonstrationen gegen die Trump-Regierung zu werten. Bisher hatte es nur wenige bedeutende Kundgebungen gegeben, und die kürzlichen Proteste gegen Musk, die Ende März stattfanden, sind im Vergleich relativ geringfügig erschienen.
Proteste von Wissenschaftlern und erhöhte Besorgnis
Bereits am 8. März 2025 demonstrierten in Städten wie Washington und New York Tausende von Wissenschaftlern gegen die Steuerungspolitik der Trump-Administration. Unter dem Motto "Stand up for Science" äußerten die Demonstranten ihre Besorgnis über erhebliche Kürzungen in den Forschungsetats und die drohenden Stellenstreichungen. Angestellte des Staates zeigen sich zunehmend besorgt über die politischen Eingriffe und die Unsicherheit in ihren Arbeitsplätzen, insbesondere in Bezug auf die Auswirkungen dieser Politik auf den Schutz von Ökosystemen.
Eine NASA-Mitarbeiterin hielt bei einer der größeren Kundgebungen ein Schild mit der Provokation: "Viel Glück dabei, auf den Mars zu kommen ohne Wissenschaft". Diese Aussagen unterstreichen die tiefe Sorge über die Forschungspolitik der Regierung, zumal bekannt wurde, dass die US-Regierung der Columbia-Universität Fördergelder in Höhe von etwa 400 Millionen US-Dollar streichen will. Diese Entscheidung wird damit begründet, dass die Universität ihrer Verantwortung, jüdische Studierende zu schützen, nicht genug nachgekommen sei.
Die Politik der Kürzungen und Zensur
Die Protestwelle wird verstärkt durch die Umsetzung von Trumps Plan „Project 2025“, der darauf abzielt, den Staat fundamental umzugestalten. Die politischen Entscheidungen sind durch massive Kürzungen in der Forschung, Zensur in wissenschaftlichen Projekten und Stellenabbau in wichtigen ForschungsInstitutionen gekennzeichnet. Dazu zählen Stellenstreichungen von bis zu 65 Prozent bei der Umweltschutzbehörde und 50 Prozent bei der National Science Foundation. Laut Berichten könnten bis zu fünf Milliarden US-Dollar im Budget der Universitäten bis Ende des Fiskaljahres verloren gehen.
Zusätzlich zu den finanziellen Einschnitten sorgt die Anweisung zur Entfernung kritischer Themen von öffentlichen Websites für Alarm in der Wissenschaftscommunity. Die Zensur betraf nicht nur den Klimawandel, sondern auch Hinweise zu Covid-19, was die Glaubwürdigkeit der wissenschaftlichen Arbeit massiv gefährdet.
Die Protestbewegung "Stand Up for Science", die aus der Frustration über diese Entwicklungen entstanden ist, fordert gesetzliche Regelungen zur Sicherstellung der wissenschaftlichen Unabhängigkeit, wie sie im sogenannten Scientific Integrity Act festgehalten werden sollen. Kritiker warnen vor der fortschreitenden politischen Einflussnahme auf wissenschaftliche Ergebnisse und der Gefahr, dass weitere grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse in den Hintergrund gedrängt oder gar ganz unterdrückt werden.
Die weltweite Scientific Community verfolgt diese Entwicklungen mit Besorgnis, da die US-Regierung nicht nur aus dem Pariser Abkommen ausgestiegen ist, sondern auch die Unterstützung für globale Gesundheitsinitiativen stark reduziert hat. Dies gefährdet die Erkenntnisse und Fortschritte, die in den letzten Jahrzehnten erarbeitet wurden.
Diese Proteste und die damit verbundenen Entwicklungen deuten auf eine tiefe Spaltung in der amerikanischen Gesellschaft hin, die sich nicht nur um wissenschaftliche Themen, sondern auch um grundlegende demokratische Werte und Rechte dreht.
Die Auseinandersetzung um Trump und Musk zeigt, dass die kommenden Monate für die US-Gesellschaft von entscheidender Bedeutung sein werden, sowohl in Bezug auf die Wissenschaft als auch auf die politische Stabilität der Nation.
In diesen bewegten Zeiten fordert die Wissenschafts- und Forschungsgemeinde ein Umdenken über die politische Steuerung von Wissenschaft und Bildung, um einen weiteren Abbau von orthodoxen und wissenschaftlichen Werten zu vermeiden.
Die Berichterstattung über diese Proteste und deren Hintergründe ist in verschiedenen Medien zu finden, wie etwa in kleinezeitung.at, tagesschau.de und deutschlandfunk.de.
Ort des Geschehens
Details zur Meldung