Ein neuer Skandal erschüttert die britische Politik: Der ehemalige Wirtschaftsminister Peter Mandelson sieht sich schweren Vorwürfen gegenüber, die seine Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein betreffen. E-Mail-Verläufe, die heute bekannt wurden, zeigen, dass Mandelson während der Finanzkrise sensible Informationen an Epstein weitergegeben hat, was die Polizei auch ermitteln lässt, so berichtete die Kleine Zeitung.

Der 72-jährige Mandelson, der wegen seines Machtstrebens als „Prince of Darkness“ bekannt ist, wurde im Februar 2025 von Premierminister Keir Starmer zum britischen Botschafter in den USA ernannt. Stern erschien ihm als taktisch kluge Wahl, um britische Interessen in der Zeit von Donald Trump durchzusetzen. Doch in Anbetracht der neuen Informationen wird diese Entscheidung nun in einem anderen Licht betrachtet.

Ermittlungen und Rücktritt

Im Rahmen der aktuellen Ermittlungen stellte sich heraus, dass Mandelson in den frühen 2000er Jahren mehr als 60.000 Euro von Epstein angenommen haben soll. Kritiker werfen ihm vor, versucht zu haben, Epsteins Regierungspolitik zu beeinflussen und sensible Informationen über Steuerpolitik an ihn weiterzuleiten. Auch entstanden heftige Diskussionen über die Kenntnisse, die Starmer und sein Stab bereits über die Verbindungen Mandelsons zu Epstein hatten, berichtete Tagesschau.

Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe trat Mandelson am 3. Februar 2026 aus der Labour-Partei aus. Premierminister Starmer äußerte, dass er Mandelson nicht in die Nähe der Regierung gelassen hätte, wäre ihm früher bewusst gewesen, was inzwischen ans Licht gekommen ist. Mandelson hatte bereits zuvor im September 2025 aufgrund seiner Verbindungen zu Epstein seinen Botschafterposten verloren und sitzt seit dieser Woche nicht mehr im britischen Oberhaus, wo er als Lord tätig war.

Zusätzlich zu den finanziellen Transaktionen sind Fotos, die Mandelson in Unterwäsche zeigen und aus Epsteins Pariser Apartment stammen sollen, aufgetaucht. Diese Vorwürfe und die damit verbundene Scham könnten einen tiefen Einfluss auf Mandelsons politische Karriere haben. Als Teil des Skandals sind sogar parteiinternen Disziplinarmaßnahmen gegen ihn bereits eingeleitet worden.

Politische Auswirkungen und gesellschaftliche Reaktionen

Die Reaktionen auf den Skandal sind vielfältig. Oppositionsführerin Kemi Badenoch kritisierte Premierminister Starmer für die Ernennung Mandelsons. Tory-Abgeordneter Alex Burghart äußerte Bedenken über die bisherigen Überprüfungen Mandelsons, und Staatssekretär Darren Jones informierte, dass die Regierung bis zur Veröffentlichung der Dokumente keine Kenntnisse über die Vorwürfe hatte. Die Ereignisse werfen zudem ein Schlaglicht auf die Frage der politischen Integrität und wie diese skandalösen Enthüllungen das Vertrauen in die Politik weiter untergraben könnten.

Politische Skandale, wie der aktuelle, sind nicht neu. Sie beeinflussen das Image von Politikern und die Wahrnehmung des Publikums gegenüber dem Staat, die durch solche Ereignisse häufig negativ verzerrt wird. Beispiele aus der Vergangenheit, wie die Affäre um Bill Clinton oder die Enthüllungen über Helmut Kohl und Uwe Barschel zeigen, wie tiefgreifend solche Skandale für die beteiligten Personen und die politische Landschaft sein können, wie Planet Wissen erläutert.

Während die Ermittlungen weiterlaufen und die Auswirkungen dieses Skandals noch nicht absehbar sind, bleibt abzuwarten, wie Mandelson und die Labour-Partei auf die Vorwürfe und die öffentliche Empörung reagieren werden.