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Die Ernennung von Korinna Schumann zur neuen Arbeitsministerin sorgt für hitzige Diskussionen in der österreichischen Politik. Michael Sommer, Wirtschaftssprecher der FPÖ Niederösterreich, äußert starken Unmut über diesen Schritt und fragt, wie jemand, der „noch nie einen Tag in der Privatwirtschaft gearbeitet hat“, in ein solches Amt berufen werden könne. Sommer kritisiert Schumann scharf als Produkt der „Verlierer-Ampel“ und betont, dass echte Erfahrung in der Privatwirtschaft unerlässlich sei, um die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten. Dies berichtete die APA-OTS.
Die Skepsis gegenüber Schumann, die auch Vizechefin des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und derzeit Bundesrätin ist, wächst. Kritiker bezeichnen die Entscheidung, eine „Parteisoldatin“ an die Spitze eines zentralen Ministeriums zu setzen, als „kreativ“, da sie keinerlei Erfahrung in der Privatwirtschaft vorweisen könne. Der Fokus auf ihre Gewerkschaftszugehörigkeit könnte die Zusammenarbeit mit anderen Parteien erschweren. Zudem wird befürchtet, dass die Bildung eines Mega-Ministeriums mit zentralen Sozial- und Arbeitsmarktagenden Schwierigkeiten mit sich bringen könnte. Gleichzeitig bleibt unklar, ob Zuständigkeiten möglicherweise noch kurzfristig neu geregelt werden. Laut Informationen von exxpress.at ist Schumann jedoch fest eingeplant, während die SPÖ sich zentrale Budgetsicherheit sichert und die ÖVP weiterhin stark vertreten bleibt.
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