Marco Pogo, bürgerlich Dominik Wlazny, bleibt nach der Auflösung seiner Bierpartei politisch aktiv und präsentierte am 14. Jänner 2026 sein neues Kabarett-Programm „Lost & Found“ im Wiener Stadtsaal. In diesem Programm greift er sowohl politische Themen als auch persönliche Erinnerungen auf und kann auf eine langjährige Karriere als Musiker und Kabarettist zurückblicken. Er steht seit Mitte der 2010er Jahre mit seiner Band Turbobier auf der Bühne und hat bereits ein eigenes Bier etabliert.
Das neue Programm von Wlazny ist eine Mischung aus persönlichen und fiktiven Geschichten. Über 7.500 Worte hat er verfasst, um seine Erfahrungen und Ansichten auf humorvolle Art zu teilen. Ein zentrales Element des Programms ist ein interaktives Mitmach-Spiel zur Wahlkabine, das auf die FPÖ anspielt. Darüber hinaus äußert Pogo Kritik an der Forderung nach einer „Festung Österreich“ und macht auf die Unkenntnis über angrenzende Länder aufmerksam. „Jetzt ist der Welpenschutz vorbei. Ab jetzt beißen wir!“, fasste der ehemalige Wiener Bürgermeister Michael Häupl die fortschreitende Direktheit Wlzanys treffend zusammen.
Vielschichtige Themen
In „Lost & Found“ behandelt Pogo auch die Herausforderungen der Millennials, die Mondlandung und sogar den US-Präsidenten Donald Trump. Im Zusammenhang mit seinen persönlichen Rückschlägen bezeichnete er sich als „lost“, was in der aktuellen politischen Landschaft von Bedeutung ist. Wlazny betont, dass er nie als Berufspolitiker gesehen werden wollte, sieht jedoch noch genug Stoff für mindestens zwei weitere Programme. Er demonstriert seinen Spagat zwischen komödiantischer Unterhaltung und politischer Reflexion.
Ein eher überraschendes Element seiner Darbietung ist eine Drogenbeichte, in der er zugibt, möglicherweise einen Joint geraucht zu haben. Trotz aller Kritik an gesellschaftlichen und politischen Missständen will er kein dauerhafter Kommentator der Innenpolitik sein; vielmehr ist ihm Optimismus wichtig, selbst in schwierigen Zeiten. „Ich möchte Freude finden durch kreative Arbeit“, erklärte er. Der Druck, allein auf der Bühne zu stehen, ist für ihn deutlich höher als beim Musizieren, wo die Last auf mehrere Schultern verteilt wird.
Der Ausblick
Nach dem Rückschlag bei der Nationalratswahl 2024, wo die Bierpartei den Einzug nicht schaffte, präsentierte er einen Neujahrsvorsatz: viel Sport zu treiben. Zudem plant er ein neues Album mit Turbobier, das den Titel „Das Leben is ein Oaschloch“ tragen wird und am 1. Mai 2026 erscheinen soll. Die politische Debatte und gesellschaftliche Themen scheinen ihm viel mehr am Herzen zu liegen, als dies in seinen vorherigen Programmen der Fall war. Wlazny hofft, dass sein neues Kabarett-Programm das Publikum zum Nachdenken anregt, während die politische Diskussion weiter geht.
Weitere Informationen über Marco Pogo und sein neues Programm finden Sie auf oe24 und vol.at.