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In Rom regt sich Widerstand gegen den Trend, historische Kinos zu shoppingzentren umzubauen. Prominente aus Hollywood, viele mit italienischen Wurzeln, haben sich zu diesem Thema geäußert. Eine beeindruckende Anzahl von über 5.000 Unterstützern, darunter Größen wie Francis Ford Coppola und Martin Scorsese, hat einen Appell an die Politik gerichtet. In einem Schreiben an Präsident Sergio Mattarella und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni kritisieren sie die Umwandlung von Kinos als "schweren Frevel" und betonen die Bedeutung des kulturellen Erbes der Stadt. Diese Stars, die die italienische Filmkultur geprägt haben, setzen ein starkes Zeichen gegen die Zerstörung von Roms Kino-Szene, wie die Kleine Zeitung berichtete.
Reaktionen und Kompromisse
Ein neues Gesetz in der Hauptstadtregion Latium ermöglicht den Umbau stillgelegter Kinos in Verkaufsstätten, was Experten und Künstler auf den Plan rief. Stararchitekt Renzo Piano mahnte zur Bewahrung der Kino-Kultur, indem er die historische Bedeutung der Kinos betonte. Seine Ansichten finden Anklang, und auch lokale Initiativen zeigen, dass es Alternativen gibt: So erblühte das "Troisi" im Szeneviertel Trastevere und begeistert mit modernem Kinospaß und Veranstaltungen – ein Glanzstück der zukünftigen Kinoszene Roms, wie auch Kino Cylex beobachtete.
Die Proteste scheinen nicht umsonst gewesen zu sein. Ein neuer Kompromiss sieht vor, dass Kinos künftig einen zehnjährigen Leerstand abwarten müssen, bevor sie für andere Zwecke umgebaut werden dürfen. Damit wird der Betrieb der noch aktiven Kinos geschützt. Roms Kinos stehen vor der Entscheidung: Umstrukturierung oder Erhalt ihrer Tradition? Der Kampf um die kulturelle Identität der Stadt geht weiter – und Hollywood ist fest entschlossen, seine Stimme zu erheben.
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