Hamas erklärt Entwaffnung unter Bedingungen: Was jetzt für Gaza folgt!
Hamas erklärt Entwaffnungsbereitschaft unter Bedingungen. OSternforderung: Ende der israelischen Besatzung für Frieden im Gazastreifen.

Hamas erklärt Entwaffnung unter Bedingungen: Was jetzt für Gaza folgt!
Am 7. Dezember 2025 hat die Hamas ihre Bereitschaft zur Entwaffnung unter Bedingungen erklärt. Diese Äußerung könnte einen entscheidenden Wendepunkt im anhaltenden Konflikt darstellen, da die Entwaffnung der Hamas eine zentrale Forderung innerhalb des US-Friedensplans für die Region ist. Hamas-Anführer Khalil al-Hayya betonte, dass die Waffen der Organisation in direktem Zusammenhang mit der israelischen Besatzung stehen und nur unter der Voraussetzung der Beendigung dieser Besatzung abgegeben werden können. Bisher hatte die Hamas eine Abgabe ihrer Waffen kategorisch abgelehnt, was diese neue Stellungnahme umso bedeutsamer macht.
Al-Hayya erklärte zudem, dass die Waffen in die Autorität eines zukünftigen souveränen palästinensischen Staates überführt werden sollten, sofern die Besatzung endet. Diese Antwort auf die Forderungen des US-Friedensplans könnte eine neue Perspektive auf diplomatische Verhandlungen eröffnen. Die Hamas hat auch ihre Bereitschaft signalisiert, UNO-Truppen zur Überwachung der Einhaltung von Waffenstillständen und Grenzen im Gazastreifen zu akzeptieren, lehnt jedoch die stationierung internationaler Truppen zur Entwaffnung ab.
Friedensbemühungen im Nahen Osten
Katar und Ägypten haben in diesem Zusammenhang die Umsetzung der nächsten Schritte des Friedensplans für Gaza gefordert. Katars Regierungschef, Scheich Mohammed Bin Abdulrahman al-Thani,machte deutlich, dass eine Waffenruhe ohne den Abzug der israelischen Truppen und eine Stabilisierung im Gazastreifen nicht nachhaltig sein könne. Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty hingegen drängt auf die »schnelle Stationierung« internationaler Stabilisierungstruppen. Er stellte in Aussicht, dass Israel »jeden Tag« gegen die Wiedereinsetzung der Waffenruhe verstoße, was die Notwendigkeit einer stabilen internationalen Präsenz verstärkt.
Der aktuelle Kontext des Konflikts ist nach wie vor von den gewaltsamen Auseinandersetzungen geprägt, die im Oktober 2023 durch einen massiven Anschlag der Hamas auf Israel ausgelöst wurden, bei dem rund 1.200 Menschen getötet und über 250 in den Gazastreifen verschleppt wurden. Die israelischen Militärangriffe als Reaktion zu diesen Vorfällen forderten nach palästinensischen Angaben mehr als 70.000 Todesopfer im Gazastreifen. Der Konflikt, der zu massiven Zerstörungen führte, ist durch eine Waffenruhe seit dem 10. Oktober 2023 gekennzeichnet, jedoch kommt es weiterhin zu vereinzelten gewaltsamen Zwischenfällen.
Hamas im Überblick
Die Hamas wurde 1987 von Ahmed Yassin während der Ersten Intifada gegründet und ist seit 2007 die herrschende Kraft im Gazastreifen. Die Organisation, die als sunnitisch-islamistische palästinensische nationale politische Gruppierung gilt, unterhält auch einen militärischen Flügel, die al-Qassam-Brigaden. Ihre Politik war ursprünglich auf die gesamte Region von Palästina ausgerichtet, hat sich jedoch in den letzten Jahren dahingehend gewandelt, dass sie vermehrt auch die Grenzen von 1967 anerkennt.
Obgleich die Hamas von verschiedenen Nationen, darunter die USA und die EU, als terroristische Organisation eingestuft wird, sieht sie sich selbst als legitimierende Kraft im Widerstand gegen die israelische Besatzung. Ihre Unterstützung unter Palästinensern schwankt, während in letzter Zeit eine sinkende Unterstützung im Gazastreifen, jedoch eine zunehmende Sympathie im Westjordanland beobachtet wird.
Der Nahost-Friedensprozess, an dem die USA und das Nahost-Quartett beteiligt sind, versucht seit Jahrzehnten, eine Lösung für den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern zu finden. Der Begriff wird oft als politisches Schlagwort kritisiert, insbesondere wegen der anhaltenden Gewalt und dem Mangel an Fortschritten. Der jüngste historische Kontext und die anhaltende Instabilität in der Region erschweren die Bemühungen um ein friedliches Zusammenleben im Nahen Osten und machen zukünftige Verhandlungen komplex und herausfordernd.
Um mehr über die aktuellen Entwicklungen zu erfahren, verweisen wir auf die detaillierten Berichte von vol.at, Wikipedia und Wikipedia über den Friedensprozess im Nahen Osten.