In einem schockierenden Vorfall wurden am Strand von Puerto López, Ecuador, fünf menschliche Köpfe entdeckt, die mit Seilen an Holzpfosten befestigt waren. Diese grausame Tat wurde von der Kurier am 14. Jänner 2026 berichtet. Neben den Köpfen fanden die Behörden eine Holztafel, die Drohungen an Mitglieder von Banden enthielt, die Schutzgelder erpressten, auch als „Impfkarten“ bezeichnet. Die Botschaft lautete: „Die Stadt gehört uns. Wenn ihr weiterhin Fischer ausraubt und Impfkarten verlangt – wir haben euch bereits identifiziert.“

Die Polizei machte den grausigen Fund während ihrer Ermittlungen, die sich auf eine Zunahme von Gewalt in der Region konzentrierten. Puerto López, bekannt für seine Walbeobachtungstouren, ist nicht nur ein beliebtes Touristenziel, sondern auch ein Ort, an dem im Dezember mindestens neun Menschen, darunter ein Baby, bei Gewalttaten getötet wurden. Diese Vorfälle werden auf Konflikte zwischen lokalen Banden zurückgeführt, die sich in der Region intensivieren.

Ein Land im Drogenkrieg

Die Situation in Ecuador hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Laut der FAZ ist Ecuador zu einem wichtigen Transitland für den internationalen Drogenhandel geworden, was zur Eskalation von Gewalt geführt hat. Die Mordrate war im Jahr 2025 alarmierende 52 pro 100.000 Einwohner. Ecuador liegt zwischen Kolumbien und Peru, den größten Kokainproduzenten der Welt. Durch die geografische Lage hat das Land hauptsächlich unter dem Druck des Drogenhandels zu leiden.

Im Jahr 2022 verzeichnete Ecuador die höchste Mordrate in Südamerika. Diese zunehmende Gewalt ist nicht neu; seit 2019 hat sich die Situation kontinuierlich verschärft, und die Sicherheitslage bleibt angespannt. Präsident Daniel Noboa hat trotz der Ausrufung des Notstands in mehreren Provinzen und dem Einsatz von Truppen gegen die Drogenbanden nur begrenzte Erfolge erzielt.

Folgen für die Gesellschaft

Die SWR beleuchtet, wie der Drogenkrieg und die damit verbundene Gewalt das tägliche Leben in Ecuador beeinflussen. Bürger werden in ihrer Sicherheit und ihrem Lebensstil erheblich beeinträchtigt. Das Land, das einst als aufstrebendes Touristenziel galt, wird zunehmend von den Schatten der organisierten Kriminalität begleitet.

Da die Brutalität der kriminellen Aktivitäten zunimmt, sind viele Ecuadorianer in Angst und Schrecken versetzt. Die jüngsten Vorfälle werfen ein düsteres Licht auf die Herausforderungen, vor denen die Behörden stehen, um die Kontrolle über die Sicherheit in ihrem Land wiederzugewinnen. Die anhaltende Gewalt und die Machtkämpfe zwischen den Drogenbanden bringen nicht nur die Zivilbevölkerung in Gefahr, sondern bedrohen auch die Ausrichtung der nationalen Politik und den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes.