Die aggressive Außenpolitik der USA unter Präsident Donald Trump hat weitreichende Konsequenzen für internationale Beziehungen und globale Institutionen. Seit seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus im Jänner 2021 verfolgt Trump unermüdlich seine „America First“-Strategie, die einen drastischen Rückzug aus verschiedenen internationalen Organisationen zur Folge hat. Laut Informationen von der Kleinen Zeitung sollten in der Folge 66 internationale Organisationen, darunter die UNESCO und die Weltgesundheitsorganisation (WHO), als „überflüssig“ und schlecht verwaltet eingestuft werden.

Trump hat unter anderem das Pariser Klimaabkommen von 2015 aufgekündigt und die US-Auslandshilfen massiv gekürzt. Dies geschah im Rahmen einer umfassenden Überprüfung, die sich gegen Institutionen richtete, deren Interessen als widersprüchlich zu jenen der USA erachtet wurden. Der US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die betroffenen Organisationen als „antiamerikanisch, nutzlos oder verschwenderisch“ und argumentierte, dass sie eine Bedrohung für die Souveränität und den Wohlstand der USA darstellten.

Der Fokus auf nationale Interessen

Trump kündigte in seiner Antrittsrede ein neues „goldenes Zeitalter“ für die USA an und strebt dahingehend nach einer Vorherrschaft auf dem Weltmarkt. Diese Politik hat zum Ziel, die nachlassende wirtschaftliche Dominanz der USA umzukehren, da der Anteil der USA am Welt-BIP von 40 % im Jahr 1960 auf heute nur noch 25 % gesunken ist. Diese Entwicklungen verdeutlichen den Handlungsbedarf, dem sich die Trump-Administration gegenüber sieht, wie auch Der Funke berichtet.

In den letzten Jahren kamen die Vereinigten Staaten durch militärische Rückschläge in Konflikten wie Irak, Afghanistan, Syrien und der Ukraine zunehmend unter Druck. Regionale Mächte und sogar traditionelle US-Verbündete verfolgen eigene Interessen und agieren unabhängig. Ein Beispiel hierfür ist die Türkei, die sich weigert, US-Sanktionen gegen Russland zu unterstützen und stattdessen günstiges russisches Gas nach Europa exportieren möchte. Trump’s Antwort auf diese Herausforderungen ist ein Kurswechsel in der Außenpolitik, der weniger Interventionen und eine härtere Priorisierung der nationalen Interessen beinhaltet.

Strategische und wirtschaftliche Implikationen

Ebenfalls plant Trump, harte Strafzölle gegen Länder wie China, Kanada und Mexiko einzuführen. Zudem fordert er von den europäischen NATO-Staaten erhöhte Rüstungsausgaben von 5 % des BIP, während diese aktuell lediglich bei 1,9 % liegen. Die aggressiven Handels- und Außenpolitiken könnten dazu führen, dass Instabilität in den internationalen Beziehungen zunehmen wird. Trump signalisiert sogar Bereitschaft zu einem Handelskrieg, der nicht nur globale Märkte, sondern auch die US-Industrie betreffen könnte.

Ein besonderes Augenmerk legt die Trump-Administration auf die Energieexporte: Seit 2020 sind die USA Nettoexporteur von Erdölprodukten. Die Bedeutung fossiler Brennstoffe fürs Land ist dem Präsidenten bewusst, weshalb er plant, Subventionen für E-Mobilität abzubauen. Trump möchte die amerikanischen Interessen stärker auf dem Kontinent durchsetzen, was die geopolitischen Spannungen weiter verschärfen könnte. Prognosen deuten darauf hin, dass solche Entwicklungen eine Verschärfung der Konflikte zur Folge haben könnten, sogar bis hin zu einer möglichen kommunistischen Revolution als Reaktion auf die nationalistischen Tendenzen der aktuellen Politik.