Am 6. Jänner 2026 äußerte der SPÖ-EU-Delegationsleiter Andreas Schieder scharfe Kritik an der Handlungsfähigkeit der Europäischen Union im Kontext der aggressiven außenpolitischen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Schieder verurteilte besonders die Drohungen zur Einnahme Grönlands und die Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Seiner Meinung nach müsse die EU aus einer defensiven Außenpolitik ausbrechen und eine aktivere Rolle einnehmen, um internationalen Herausforderungen entgegenzutreten. OTS berichtet, dass …

Trump hatte bereits 2019 seine Absicht geäußert, Grönland zu kaufen, und in den letzten Monaten bekräftigte er diesen Ansprüche als Teil einer Strategie der nationalen Sicherheit der USA. Bei dieser Argumentation führte er die wachsende Präsenz russischer und chinesischer Schiffe in der Arktis als einen entscheidenden Faktor an. Schieder sieht hinter den Drohungen von Trump nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern auch geopolitische Spannungen, die sich unter anderem in der Situation in Venezuela widerspiegeln. Laut Zeit berichtet, dass … wird von Seiten der US-Regierung eine klare Linie gefordert, um Maduro zum Rücktritt zu bewegen, unterstützt durch Aussagen von US-Heimatschutzministerin Kristi Noem.

Die Arktis im Fokus der europäischen und internationalen Politik

Schieder mahnte die EU, stärkere Maßnahmen zu ergreifen und weniger mit zweierlei Maß zu messen, besonders hinsichtlich internationaler Ordnung und europäischer Sicherheitsinteressen. Er bezog sich auf die Forderungen des Europäischen Parlaments im November 2025, das eine klare Strategie für die Arktis und eine EU-Beitrittsperspektive für Grönland fordert. Dies zeigt, dass die geopolitische Bedeutung der Arktis in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat.

Die Herausforderungen der Arktispolitik werden auch von der Bundesregierung unter Olaf Scholz anerkannt, wie aus neuen Leitlinien für die deutsche Arktispolitik hervor geht. Diese betonen die Notwendigkeit einer klaren Strategie und diplomatischen Bemühungen, um die sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands, der EU und der NATO zu wahren. Die Leitlinien fordern eine Erhöhung der militärischen Präsenz und eine stärkere Anbindung an die NATO-Partner. SWP berichtet, dass …

Geopolitische Spannungen und Sicherheitsinteressen

Die strategische Relevanz der Arktis nimmt mit dem Blick auf Rohstoffversorgung und Klimaschutz zu. Schieder und andere politische Akteure fordern von der EU und der Bundesregierung ein Umdenken in der Außenpolitik. Die sicherheitspolitische Abstimmung der USA unter Trump hat die Handlungsfähigkeit Europas bereits erschwert, was eine klügere und wachsame Reaktion auf die sich verstärkenden geopolitischen Spannungen erfordert. Schieder warnte, dass Trump seine Drohungen möglicherweise in Taten umsetzen könnte, was angesichts der Entwicklungen im Zollstreit nicht unrealistisch erscheint.

Als Schlussfolgerung fordert Schieder eine klare Haltung gegen Drohgebärden und eine strenge Verurteilung völkerrechtlicher Verstöße, wie sie in Venezuela unter Maduro zu beobachten sind. Die internationale Gemeinschaft müsse für eine geregelte Ordnung eintreten, die für alle gilt, ohne dabei bestimmte Staaten oder deren Aggressionen unter den Tisch fallen zu lassen.