Am 5. Februar 2026 kam es im Südtiroler Vinschgau zu einem tragischen Lawinenabgang, der zwei Menschen das Leben kostete. Der Vorfall ereignete sich an der Hinteren Schöntaufspitze, die sich auf einer Höhe von 3.325 Metern in der Ortlergruppe befindet. Laut Berichten von 5min.at und weiteren Quellen sind die Identität und das Alter der verstorbenen Personen aktuell unbekannt. Eine dritte Person, die ebenfalls von der Lawine betroffen war, konnte jedoch weitgehend unverletzt gerettet werden.

Die Einsatzkräfte waren schnell vor Ort und setzten mehrere Bergrettungseinheiten sowie drei Rettungshubschrauber (Pelikan 1, Pelikan 2, Pelikan 3) ein, um nach weiteren Verschütteten zu suchen. Diese Suche bleibt vor dem Hintergrund bestehender Unklarheiten weiterhin aktiv, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass noch weitere Personen unter dem Schnee begraben sind. Innerhalb kurzer Zeit ereigneten sich zwei separate Lawinenabgänge in dieser Region.

Aktuelle Lawinengefahr und Witterungsbedingungen

Die hohe Lawinengefahr in Südtirol ist das Resultat der intensiven Schneefälle der vergangenen Tage, die die Bedingungen in den Bergen erschwert haben. Informationen von sn.at verdeutlichen, dass gefährliche Wetterverhältnisse auch im angrenzenden Österreich herrschen und somit die Sicherheit beim Wintersport stark beeinträchtigen.

In der Vergangenheit haben der Klimawandel und veränderte Wetterbedingungen zu vermehrten Lawinen- und Bergunfällen in den Alpen geführt. Laut Deutschlandfunk müssen Bergretter regelmäßig trainieren, um im Einsatz effektiv zu bleiben und sich den immer riskanteren Bedingungen anzupassen. Unfälle ereignen sich häufig, weil Personen die Gefahren am Berg unterschätzen, insbesondere in ungeeigneter Kleidung.

Der Einfluss des Bergsports und der Rettungssysteme

Statistiken zeigen, dass die Bergretter in den Alpen stark gefordert sind. In Österreich führt jeder dritte Notruf an die Bergrettung auf Erschöpfung oder Fehleinschätzungen des Geländes zurück. Besonders betroffen sind dabei häufig Männer über 50 Jahre, die körperlich anstrengende Touren unternehmen. In Südtirol sind „Taxifahrten“ für Unverletzte, die ihre letzte Seilbahn verpasst haben, keine Seltenheit, was die Einsatzresourcen zusätzlich belastet.

Obwohl die Zahl der Bergsportler zunimmt, ist auch die Anzahl der Einsätze beim verbliebenen Sport gefährdet. Viele Bergretter sind ehrenamtlich aktiv und arbeiten in Ortsverbänden, die über Pager kontaktiert werden. Arbeitgeber sind verpflichtet, Angestellte für Rettungseinsätze freizustellen und werden finanziell unterstützt. Die Finanzierung der Bergrettung variiert je nach Region und umfasst Spenden, Mitgliedsbeiträge sowie staatliche Förderungen.

In Anbetracht der aktuellen Tragödie und der damit verbundenen Gefahren für Wintersportler bleibt die Hoffnung, dass weitere Unfälle in Zukunft vermieden werden können. Die Geschehnisse in Südtirol verdeutlichen einmal mehr, wie wichtig Sicherheitsvorkehrungen und eine sorgfältige Planung sind, um die Gefahren der Berge in der Wintersaison zu minimieren.