
Ein entscheidender Schritt in Richtung Energiewende: Austrian Power Grid (APG) hat den neuen Zukunftsnetz Tracker vorgestellt, um die Fortschritte bei der Umsetzung wichtiger Energieprojekte bis 2034 zu dokumentieren. Laut APG ist dies unverzichtbar, um die ambitionierten Klima- und Energieziele Österreichs zu erreichen, die 2030 eine vollständige Versorgung mit erneuerbaren Energien aus rund 80 TWh vorsehen. Christoph Schuh, Unternehmenssprecher von APG, betont: „Aktuell liegen wir bei 45,6 Prozent des Zielerreichungsgrades aller APG-Projekte, die auch Innovative Lösungen, Flexibilisierung und Systementwicklung umfassen“ (OTS).
Die Dringlichkeit dieser Projekte zeigt sich in den aktuell bestehenden Herausforderungen des Stromsystems, das am Anschlag ist. Gerhard Christiner, Vorstand von APG, hebt hervor, dass eine koordinierte Gesamtsystemplanung inklusive Speicherstrategie notwendig ist, um die massive Transformation des Energiesystems zu sichern. Auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2040 soll die Trafokapazität nahezu verdoppelt, die Anzahl der Umspannwerke um 39 Prozent erhöht und wichtige Verbindungstrassen ausgebaut werden. Das 9 Milliarden Euro schwere Investitionsprogramm wird die infrastrukturellen Basis schaffen, damit bis zu rd. 500.000 Produktionsanlagen digital und physikalisch verwaltet werden können (APG).
Herausforderungen und Maßnahmen der APG
Die APG identifiziert mehrere kritische Punkte, die einer zügigen Umsetzung im Weg stehen: Fehlende Anschlusskapazitäten für erneuerbare Energien sowie lange Genehmigungsverfahren. Auch die Notwendigkeit, Strompreise zwischen Österreich und dem benachbarten Ausland anzugleichen, bleibt eine ungelöste Aufgabe. Christiner fordert daher einen Aktionsplan zur Beschleunigung der Genehmigungen und eine umfassende Gesamtsystemplanung, um den Herausforderungen des Netzausbaus gerecht zu werden. Sinnvolle gesetzliche Anpassungen wie das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) sind Bürger und Politik damit ein Appell, gemeinsam die Weichen für die versorgungssichere Energiewende zu stellen.
Ort des Geschehens
Details zur Meldung