Am 10. Februar 2026 fand an der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik der Stadt Wien (bafep21) eine feierliche Abschlussfeier statt, bei der rund 80 Absolvent*innen verabschiedet wurden. In dieser festlichen Veranstaltung erhielten die neuen Elementarpädagog*innen ihre Diplome und Zeugnisse. Die Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling betonte in ihrer Ansprache die zentrale Rolle des Kindergartens für die Entwicklung der Kinder und kündigte eine Reform mit dem Titel „Kindergarten neu denken“ an. Diese Initiative soll die Arbeitszufriedenheit der Pädagog*innen steigern und die Qualität der frühkindlichen Bildung verbessern.

Karin Broukal, Abteilungsleiterin der Stadt Wien – Kindergärten, gratulierte den Absolvent*innen und hob die Bedeutung der Elementarpädagogik hervor. „Die Abschlussfeier ist nicht nur ein persönlicher Meilenstein, sondern markiert auch den Abschluss einer modernen Ausbildung, die unseren Absolvent*innen die notwendigen Fähigkeiten vermittelt, um Kinder auf ihren Bildungswegen zu begleiten“, merkte sie an. Die Ausbildung an der bafep21 gilt als die größte in Österreich.

Perspektiven für zukünftige Pädagog*innen

Die Ausbildung zur Elementarpädagog*in wird am 7. September 2026 beginnen und endet am 2. Februar 2029. Bewerbungen sind laufend möglich. Die Ausbildung, die fünf Semester dauert, erfolgt vorwiegend kostenfrei am Kolleg CHANGE an der bafep21. Im ersten und zweiten Semester wird eine Vollzeitausbildung mit einem starken Fokus auf Theorie und Praxis angeboten.

Die teilnehmenden Studierenden erhalten während der gesamten Ausbildungszeit ein monatliches Gehalt von mindestens 1.546 Euro. Ab dem zweiten Semester wird den Absolvent*innen ein fixer Job bei den städtischen Kindergärten angeboten. Von den Partnerorganisationen, darunter das AMS Wien und waff, wird zudem Unterstützung beim Einstieg in die Elementarpädagogik geboten.

Berufliche Voraussetzungen und finanzielle Aspekte

Die betriebliche Ausbildungsform umfasst drei Tage Unterricht und zwei Arbeitstage pro Woche. Die Absolvent*innen verdienen während der Ausbildung etwa 2.070 Euro brutto pro Monat. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung können sie mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 3.336,58 Euro brutto pro Monat rechnen, gemäß den Richtlinien des Wiener Bedienstetengesetzes (Stand 2024).

Die Stadt Wien verfolgt mit diesen Ausbildungsmodellen das Ziel, finanzielle Hürden zu senken und Quereinstiege in die Pädagogik zu ermöglichen, um den aktuellen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften zu decken. Die Absolvent*innen übernehmen damit eine Schlüsselrolle in den über 350 städtischen Kindergärten.

Die elementare Bildung ist in Österreich von entscheidender Bedeutung, wie eine Vielzahl von Studien belegt. Die frühen Bildungsjahre legen den Grundstein für den späteren Bildungserfolg der Kinder. Um diesen Grundsatz zu unterstützen, investiert der Bund seit 2008 in den Ausbau von elementaren Bildungseinrichtungen und in Maßnahmen, die die Qualität in diesem Bereich sichern.

Das Bundesministerium für Bildung führt zudem einen bundesweiten Beirat für Elementarpädagogik, der Empfehlungen zur Qualitätssicherung erarbeitet und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Stakeholdern gefördert. Diese Entwicklungen unterstreichen das Engagement, die Elementarpädagogik in Österreich weiter zu stärken und qualitativ hochwertige Bildung von Beginn an zu gewährleisten.

Für weitere Informationen zur Ausbildung an der bafep21 und den Rahmenbedingungen besuchen Sie bitte die Webseiten von Wien.gv.at, waff.at und bmb.gv.at.