
In Österreich regt sich Besorgnis unter den Wissenschaftlern: Über 1.000 Forscherinnen und Forscher haben sich in einem offenen Brief gegen eine mögliche Regierungsbeteiligung der FPÖ ausgesprochen. Die Unterzeichnenden, darunter zahlreiche namhafte Wissenschaftler und Akademiker, warnen vor ernsthaften Gefahren für die Demokratie, Wissenschaftsfreiheit und die Reputation des Wissenschaftsstandorts Österreich. Laut der renommierten Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak könnten "deutschtümelnde" Forderungen nach einer Germanisierung wissenschaftlicher Terminologie und Abschlussarbeiten den internationalen Stand Österreichs in der akademischen Gemeinschaft massiv schwächen, wie die Kleine Zeitung berichtete.
Die Wissenschaftler befürchten, dass die geplanten Einschnitte in die Forschung durch die FPÖ nicht nur die Innovationskraft in Österreich behindern, sondern auch grundlegende demokratische Werte wie Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Medienfreiheit gefährden könnten. In dem offenen Brief fordern sie alle demokratischen Parteien auf, sich für eine offene Gesellschaft stark zu machen und gemeinsam für die Freiheit von Forschung und Lehre einzutreten, so Mein Bezirk weiter. Die Zeit drängt, während weiterhin Unklarheit über die Koalitionsverhandlungen zwischen der FPÖ und der Volkspartei herrscht.
Bedrohung der freien Forschung
In ihrer Stellungnahme betonen die Wissenschaftler die essentielle Rolle, die ein freier und ungehinderter Zugang zu Forschung und Bildung für den Fortschritt einer Gesellschaft spielt. Sollte es tatsächlich zu einer Koalition zwischen der FPÖ und der ÖVP kommen, könnten nicht nur zahlreiche Projekte gefährdet werden, sondern auch die gesamte Forschungslandschaft in Österreich ins Wanken geraten. Autoren des offenen Briefes, darunter prominente Persönlichkeiten wie die Träger des Titels "Wissenschaftler des Jahres", machen damit ihre ernsthaften Bedenken deutlich.
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