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Wirtschaftskammer setzt neue Impulse für den Handel: Zettelwirtschaft ade!

Am 27. Februar 2025 präsentierte die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit einer Reihe bedeutender Maßnahmen das neue Regierungsprogramm, das die Handelsunternehmen stärken soll. Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel, hob hervor, dass durch die Koalitionsverhandlungen wesentliche Anliegen des Handels im Regierungsübereinkommen verankert werden konnten. Zu den positiven Aspekten zählen die Entbürokratisierung, die Anhebung von steuerlichen Begünstigungen für Überstunden und die Einführung einer Reform, die es ermöglichen soll, Mitarbeiterleistungen von bis zu 1000 Euro steuerfrei zu honorieren, ohne an den Kollektivvertrag gebunden zu sein. Die neuen Regelungen und die geplanten Ansätze zur Senkung der Lohnnebenkosten sind für den Handel von großer Bedeutung, insbesondere in Zeiten von Umsatzrückgängen.

Aktuelle Herausforderungen im europäischen Handel

In Brüssel fand kürzlich die Vorstandssitzung des europäischen Handelsverbands EuroCommerce statt, an der hochkarätige Vertreter der WKÖ teilnahmen. Wie wko.at berichtet, wurde eine Studie vorgestellt, die aufzeigt, dass etwa ein Drittel der gesamten europäischen Emissionen auf den Handel zurückzuführen ist. Besonders bemerkenswert ist, dass 98 % dieser Emissionen nicht direkt von den Handelsunternehmen stammen, sondern auf Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette zurückgehen. Trefelik betont, dass der Handel eine zentrale Rolle spielt und die Kommunikation zwischen Lieferanten und Kunden verstärkt werden muss, um nachhaltige Entwicklungen voranzutreiben.

Ein weiteres Thema der Sitzung war die bevorstehende Entwaldungsverordnung, die ab dem 31. Dezember 2024 greifen soll. Trefelik äußerte Bedenken hinsichtlich der vorgesehenen Schulungen und handhabte die gegebene Vorbereitungszeit der Handelsunternehmen als unzureichend. Von der Verordnung sind zahlreiche Unternehmen betroffen, sodass Trefelik und seine Kollegen auf die Notwendigkeit einer Fristverlängerung sowie auf bessere Informationsangebote dringen. Zudem thematisierten sie auch die Herausforderungen im Onlinehandel, insbesondere durch wachsende Plattformen aus Drittländern wie Temu und Shein. Die WKÖ fordert ein konsequenteres Vorgehen gegen diese, um faire Wettbewerbsbedingungen für europäische Händler zu gewährleisten und bestehende Regularien besser durchzusetzen.

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Ort des Geschehens


Details zur Meldung
In welchen Regionen?
Wien, Brüssel
Genauer Ort bekannt?
Laimgrubengasse 10, 1060 Wien, Österreich
Beste Referenz
ots.at
Weitere Quellen
wko.at

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