In den kommenden Tagen müssen sich die Menschen in Österreich und Deutschland auf heftige winterliche Bedingungen einstellen. Meteorologen warnen vor winterlichem Chaos, da ein Wintertief, bekannt als „Elli“, das Wetter in Nordrhein-Westfalen und anderen Teilen Deutschlands stark beeinflusst. Laut exxpress.at wird in Oberösterreich und westlichem Niederösterreich Regen und stellenweise Glatteis erwartet. Im Grazer Becken und im Burgenland besteht bis zum Abend lokale Glatteisgefahr.
Im Westen und Norden Österreichs wird es vorerst trocken, während im Süden intensiver Schneefall prognostiziert ist. Die Frühtemperaturen liegen zwischen -10 und +1 Grad, tagsüber erreichen die Temperaturen -3 bis +5 Grad. Besonders im Süden könnte die Schnee- und Glättegefahr zunehmen, was den Verkehr zusätzlich erschwert. Starker Wind ist ebenfalls zu erwarten, der die teilweise schon gefährlichen Bedingungen weiter verschlechtert.
Winterliche Unwetterwarnungen
In Deutschland gilt für viele Regionen eine markante Glättegefahr, die mit Warnstufe 2 von 4 eingestuft wird. Besonders in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Teilen Thüringens sowie Bayern wird die Situation als kritisch eingestuft, wie adac.de berichtet. Sturmtief „Elli“ bringt nicht nur Schnee, sondern auch Glatteis und Sturmböen.
Bis zur Mittagszeit wird in NRW noch Tauwetter erwartet, bevor die Temperaturen stark fallen. Der Regen verwandelt sich im Flachland in Schnee, was die Straßen und Gehwege gefährlich glatt macht. Trotz der winterlichen Bedingungen wurden in der Nacht nur wenige wetterbedingte Unfälle gemeldet, jedoch hat es auf der A45 bereits zu einem Stau durch einen querstehenden Lkw geführt. Auch im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn sind zahlreiche Verbindungen betroffen.
Verkehrsprobleme und Sicherheitsmaßnahmen
Auf Autobahnen in Deutschland gab es zahlreiche Störungen aufgrund von querstehenden Lkw und Glätte. Auf der A2 bei Hannover ist die Strecke gesperrt, während auf der A7 bei Bad Kissingen viele Lastwagen im Schnee stecken geblieben sind. In Hamburg wurde das Streusalzverbot auf Gehwegen bis zum 21. Jänner aufgehoben, um die Sicherheit zu gewährleisten. Schulen in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Teilen Schleswig-Holsteins bleiben am 9. Jänner geschlossen.
Um die Gefahren dieser winterlichen Bedingungen zu minimieren, gibt der ADAC einige Tipps für sicheres Fahren bei Glatteis und Schneeglätte. Hierzu gehört, vorausschauend zu fahren, den Abstand zu anderen Fahrzeugen zu halten und unnötige Fahrten zu vermeiden.
Während die Temperaturen in Österreich zwischen -12 und 0 Grad liegen können, ist auch hier mit anhaltenden winterlichen Wetterbedingungen zu rechnen. Ab Dienstag wird ein Warmfrontausläufer erwartet, der teils sonniges Wetter im Süden bringen könnte, während im Osten Schneefall zu erwarten ist. Diese artgerechten Temperaturen und Niederschläge können die Glättegefahr auf tiefgefrorenen Böden weiter erhöhen.