Der Winter hat Österreich und Teile Deutschlands fest im Griff. Wie der ÖAMTC berichtet, sorgen ergiebige Schneefälle in weiten Teilen Österreichs für winterliche Fahrverhältnisse, die bereits zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen geführt haben. Auch in Deutschland, wo ein Wintereinbruch zahlreiche Unfälle verursacht hat, ist die Lage angespannt.

In Österreich sind die Straßenverhältnisse vor allem in Oberösterreich kritisch. Aufgrund akuter Glatteisgefahr ereigneten sich mehrere Unfälle auf der West Autobahn (A1) bei Haid und Traun, der Innkreis Autobahn (A8) bei Bad Schallerbach sowie der Pyhrn Autobahn (A9) bei Ried im Traunkreis. Zudem musste die Brenner Autobahn (A13) am Vormittag zwischen Innsbruck Süd und Patsch wegen hängengebliebener Lkw gesperrt werden, konnte jedoch gegen 10:15 Uhr wieder freigegeben werden.

Verkehrsbehinderungen und Kettenpflicht

Die Situation bleibt angespannt, denn für Freitag sind weiterhin Niederschläge in Österreich zu erwarten. Der ÖAMTC hat Kettenpflichten von Vorarlberg bis Niederösterreich verhängt, unter anderem in der Arlbergregion sowie im Tiroler Unterland und in Salzburg. Auch höher gelegene Straßen in der Steiermark und in Niederösterreich sind von starkem Schneefall betroffen, was die Fahrbedingungen weiter verschärft.

Besonders alarmierend ist die Totalsperre der Wiener Außenring Autobahn (A21) zwischen Knoten Steinhäusl und Vösendorf/Brunn am Gebirge wegen eines Fahrzeugbrands und den damit verbundenen Löscharbeiten. Verkehrsteilnehmer können jedoch großräumig über die West Autobahn (A1) und das Stadtgebiet von Wien ausweichen. Die Wiederherstellung des Verkehrs auf der A21 wird frühestens für den Nachmittag erwartet.

Die Behörden fordern alle Verkehrsteilnehmer auf, sich vor Fahrtantritt über die Straßenbedingungen zu informieren und bei Fahrten in höhere Lagen Schneeketten mitzuführen. Aktuelle Informationen zu Verkehrsstörungen und Straßenverhältnissen stehen im ÖAMTC Verkehrsservice zur Verfügung.

Unfälle und Glätte in Deutschland

ZDF heute meldet, dass es in Bayern zu mehreren tödlichen Verkehrsunfällen aufgrund von Schnee und Glätte gekommen ist. So starben drei Menschen auf der Autobahn 93, wo ein Unfall mit zwei Lastwagen und einem Kleintransporter verheerende Folgen hatte. Auch in Baden-Württemberg kam es zu tragischen Vorfällen, bei denen ein Autofahrer ums Leben kam.

Die Polizei hat in mehreren Bundesländern, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg, zahlreiche wetterbedingte Unfälle registriert, oft mit Blechschäden. In Niederbayern beispielsweise wurden am Montagmorgen zwischen 05:00 und 08:30 Uhr knapp 30 Unfälle dokumentiert. Trotz der schwierigen Bedingungen hebt der Deutsche Wetterdienst (DWD) einige Unwetterwarnungen aufgrund von Glatteis auf, während in den kommenden Tagen weiterer Schnee in den Alpen und Teilen des Bayerischen Waldes erwartet wird.

Zusätzlich zu den schweren Unfällen sorgen blockierte Lkw auf Autobahnen für Behinderungen. In Nordrhein-Westfalen ereigneten sich zahlreiche Unfälle, jedoch ohne schwerverletzte Personen. Auch im Norden Deutschlands waren Glätteunfälle zu vermelden, unter anderem auf der A1 bei Bremen, wo ein Lkw mit einem LED-Schild und der Leitplanke kollidierte. In Mecklenburg-Vorpommern meldeten die Behörden eine hohe Anzahl an Unfällen aufgrund der glatten Straßenverhältnisse.

In Hamburg führte der Schneefall am Freitagnachmittag zu einem Verkehrschaos auf der Köhlbrandbrücke, wo viele Lkw und Autos stecken blieben und die Polizei über sechs Stunden mit der Verkehrsregelung beschäftigt war. Diese winterlichen Bedingungen erfordern besondere Vorsicht von allen Verkehrsteilnehmern.