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Wiens Waste-Watcher auf Erfolgskurs: Strafen für Müllsünder steigen!

In Wien setzt man verstärkt auf die Bekämpfung von Müllvergehen. Die städtischen „Waste-Watcher“ sind dafür verantwortlich, die pünktlich auf den Straßen den Müllsündern auf die Schliche zu kommen. Im Jahr 2022 wurden beeindruckende 14.000 Strafen verhängt, darunter 12.157 Organstrafen und 1.290 Anzeigen. Um die Sauberkeit in der Hauptstadt zu verbessern, gab Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) diese Zahlen am Mittwoch bekannt. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Waste-Watcher wurden bereits im Jahr 2008 geschaffen und ermöglichen den städtischen Mitarbeitern, gegen verschiedene Vergehen, wie weggeworfene Abfälle, Zigarettenstummel oder Hundekot, vorzugehen.

Zusätzlich zu ihrem täglichen Einsatz arbeiten die Waste-Watcher eng mit der Polizei und der Magistratsdirektion zusammen. Im Jahr 2023 sind bereits 150 spezielle Schwerpunktaktionen zur Überwachung des Müllverhaltens durchgeführt worden, während für 2024 ein besonderer Fokus auf die Problematik des Sperrmülls gelegt werden soll. Die Anzeigen in diesem Kontext konnten sogar um 790 Prozent gesteigert werden.

Maßnahmen und Strafen

Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl der hauptamtlichen Waste-Watcher von 40 auf 50 zu erhöhen. Diese neuen Mitarbeiter werden bei der städtischen Müll- und Abfallentsorgung (MA 48) eingesetzt. Rund 600 nebenberufliche Waste-Watcher sind ebenfalls aktiv und berechtigt, Strafen auszusprechen. Ertappte Müllsünder müssen mit Strafen von mindestens 50 Euro rechnen; in schwerwiegenderen Fällen können die Bußgelder sogar bis zu 2.000 Euro betragen.

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Die im Jahr 2022 eingenommenen Geldstrafen fließen direkt in Sauberkeitsmaßnahmen der Stadt. Ihr Engagement ist besonders wichtig, seitdem die Waste-Watcher in Hagen am Wochenende einen dreisten Müllsünder entdeckten, der illegalen Sperrmüll abgeladen hatte. Durch gezielte Streifenmitteilungen und Zeugenaussagen konnten die städtischen Mitarbeiter den Verursacher schnell identifizieren und den Müll umgehend entfernen.

Abfallvermeidung im Fokus

Der Kontext der Müllvermeidung ist noch viel umfassender, als es auf den ersten Blick erscheint. Laut dem Umweltbundesamt besteht das abfallpolitische Ziel darin, durch die Förderung der Kreislaufwirtschaft Ressourcen zu schonen und Mensch sowie Umwelt zu schützen. Hierbei wird angestrebt, das wirtschaftliche Wachstum von der Abfallerzeugung zu entkoppeln. Dies kann unter anderem durch eine Reduzierung der Abfallmenge und der gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Abfall erreicht werden.

Das erste bundesweite Abfallvermeidungsprogramm wurde bereits 2013 beschlossen und sieht eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette vor. Die jährliche Europäische Woche der Abfallvermeidung, die vom Verband kommunaler Unternehmen koordiniert wird, zeigt zudem auf, dass der Austausch von Ideen und Maßnahmen entscheidend für eine nachhaltige Abfallpolitik ist. Diese Maßnahmen, zusammen mit der stetigen Aufklärung durch die Waste-Watcher, sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für saubere und umweltfreundliche Verhaltensweisen in der Gesellschaft zu stärken.

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Verschmutzung
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Wien, Österreich
Beste Referenz
exxpress.at
Weitere Quellen
lokalkompass.de

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