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In einem eindringlichen Appell hat Walter Ruck, der Präsident der Wirtschaftskammer Wien, die Notwendigkeit von klaren und stabilen Rahmenbedingungen für Unternehmen betont. In einer Zeit, in der die Konjunkturdaten Österreichs alles andere als positiv sind, fordert Ruck von der neuen Regierung, die Ärmel hochzukrempeln und sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um der Wirtschaft frische Impulse zu geben. „Unternehmen brauchen einen Rahmen, in dem sie sich bewegen und entfalten können. Was sie nicht brauchen, ist staatlicher Dirigismus, der naturgemäß diskriminiert und damit hemmt“, so Ruck. Dies ist besonders wichtig, da der EU-Raum für die Wiener Unternehmen der bedeutendste Markt ist, mit 70 Prozent der Exporte, die in EU-Länder gehen, was etwa 22 Milliarden Euro ausmacht, wie er in einer Publikation von OTS berichtete.
Wirtschaft im Fokus
Besonders kritisch sieht Ruck das rapide steigende Budgetdefizit, das nach den Nationalratswahlen auf bis zu 3,7 Prozent angestiegen ist. „Die Ausgaben haben den Einnahmen zu folgen und nicht umgekehrt. Dieser Grundsatz muss auch für die zukünftigen Entscheidungsträger in der Politik gelten“, erklärt der WKW-Präsident. Er fordert zudem eine genauere Betrachtung staatlicher Leistungen, insbesondere jener, die durch Unternehmensabgaben finanziert werden, wie den Familienlastenausgleichsfonds. „Ich sehe kein Einnahmenproblem, wenn die Steuer- und Abgabenquote bei über 40 Prozent liegt“, führt er weiter aus. Ruck macht deutlich, dass die Wiener Wirtschaft, die im Vergleich zum Rest des Landes besser dasteht, von einem Abbau bürokratischer Hürden, wie von der EU-Kommission angestrebt, erheblich profitieren würde, was ebenfalls von Wirtschaftsbund Wien bestätigt wird.
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