Am 1. Jänner 2026 feierte Wien zum 34. Mal seinen spektakulären Silvesterpfad, der um 14 Uhr eröffnet wurde und bis 2 Uhr nachts andauerte. Trotz starker Schneefälle und stürmischer Böen strömten rund 250.000 Besucher in den ersten vier Stunden in die Innenstadt, um ein festliches Programm zu erleben. Die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt, während die gefühlte Temperatur durch den Wind noch niedriger ausfiel. An acht Orten in der Wiener Innenstadt und auf dem Riesenradplatz wurde ein aufregendes Open-Air-Programm geboten, das insgesamt mehr als 100 Stunden Musik und Gastronomie bei freiem Eintritt umfasste. Besucher konnten unter anderem am Rathausplatz, Freyung, Am Hof, Graben, Stephansplatz, Kärntner Straße und Neuen Markt feiern.
Der Graben entwickelte sich zur größten Tanzfläche der Stadt, wo am Nachmittag auch Walzer-Schnellkurse stattfanden. Zudem wurde der Wintermarkt im Prater in die Feierlichkeiten integriert. Höhepunkt war die Live-Übertragung des Neujahrskonzerts auf dem Stephansplatz und im Prater. Ein besonderes Feature des Abends war der Countdown zum Eurovision Song Contest, der am 16. Mai 2026 stattfinden wird und um Mitternacht als „ESC-Countdown“ startete.
Sicherheitsmaßnahmen und Herausforderungen
Für die Silvesterveranstaltung wurde ein umfassendes Sicherheits- und Einsatzkonzept entwickelt. Für den Jahreswechsel 2025/26 wurden sogar rund 800.000 Besucher in der Wiener Innenstadt erwartet. Um den hohen Besucherandrang sicher zu bewältigen, waren 500 Sicherheitskräfte und ein umfangreiches Videoüberwachungssystem im Einsatz. Die zentrale Sicherheits- und Einsatzzentrale, die am Hof stationiert war, beschäftigte 30 Sicherheitsmitarbeitende, die eine Echtzeit-Abstimmung zwischen Veranstalter, Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdiensten und Behörden ermöglichten.
Bürgermeister Michael Ludwig besichtigte die Leitstelle und hob die logistische Herausforderung der Veranstaltung hervor. Flächendeckende Videoüberwachung diente der Beobachtung der Besucherströme, während ein umfassendes Beschallungssystem und digitale Informationsdisplays gewährleisten sollten, dass die Besucher stets informiert waren.
Strenge Regeln und Rücksichtnahme
Um die Sicherheit zu maximieren, wurden an den Eingängen strenge Kontrollen durchgeführt. Waffen, Pyrotechnik, sperrige und zerbrechliche Gegenstände waren verboten. Zudem wurden 40 Sicherheitssperren eingerichtet, um die Zufahrten effektiv zu kontrollieren, und der Zugang zu den Bühnen erlaubte Nutzung definierter Punkte nach Aktivierung der Sperren. Aktuelle Informationen über das Programm und die Sicherheitsmaßnahmen wurden über verschiedene Kanäle bereitgestellt. Besucher wurden gebeten, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da Fahrräder und Scooter nicht erlaubt waren. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die U-Bahn-Linien U1 und U3 ab 21 Uhr nicht mehr am Stephansplatz hielten und Straßenbahnlinien umgeleitet wurden.
Aus Rücksicht auf Mensch, Tier und Umwelt wurde auf ein Feuerwerk verzichtet. Stattdessen wurde der Jahreswechsel mit einer „Best of Eurovision“-Show und der Aktivierung der „Eurovision Countdown Clock“ am Rathausplatz zelebriert. Die Sicherheit bei Großveranstaltungen ist entscheidend, um Vorfälle zu vermeiden, die zu erheblichen Risiken für die Menschen führen können P-3 Security weist darauf hin, dass oft erst nach einem Vorfall präventive Maßnahmen ergriffen werden.
Insgesamt war der Silvesterpfad auch in diesem Jahr eine unvergessliche Feier, die sowohl Freude als auch Sicherheit in den Vordergrund stellte. Trotz der Herausforderungen, die das Wetter mit sich brachte, bewiesen die Organisatoren und Sicherheitskräfte ein hohes Maß an Professionalität und Engagement Mein Bezirk berichtet, dass die Besucher auf diese Weise optimal vor möglichen Gefahren geschützt werden konnten.