
Am 2. April 2025 überreichte Bürgermeister Michael Ludwig das Goldene Ehrenzeichen an Franz Six, den Ehrenpräsidenten des Haus des Meeres. Die feierliche Zeremonie fand im Rathaus Wien statt und versammelte zahlreiche Ehrengäste, darunter den ehemaligen Bürgermeister Michael Häupl sowie Vertreter des Wiener Landtages und Gemeinderates. Ludwig würdigte in seiner Ansprache die Verdienste von Franz Six und bezeichnete ihn als „Visionär“, der sich seit 1965 für die Institution engagiert.
Franz Six ist eine prägende Figur in der Geschichte des Haus des Meeres, besonders in kritischen Zeiten, als die „Gesellschaft für Meeresbiologie“ vor der Schließung stand. Unter seiner Leitung wurden bedeutende Innovationen, wie der Atlantik-Tunnel und das Café im Dachgeschoss, realisiert. Dank seines Engagements zieht das Haus des Meeres jährlich über 900.000 Besucher an und hat sich als eine bedeutende Bildungs- und Forschungsinstitution etabliert.
Engagement und beruflicher Werdegang
Die Laudatio während der Zeremonie wurde von Professor Jörg Ott, einem renommierten Meeresbiologen, gehalten. Franz Six wurde am 3. April 1945 in Wien geboren und ist seit 1965 eng mit dem Haus des Meeres verbunden. Er startete seine Karriere bei der Speditionsfirma Schier, Otten & Co und übernahm dort die Geschäftsführung. Ab 1966 war er im Haus des Meeres tätig und wurde rasch Vizepräsident, gefolgt von der Ernennung zum Ehrenpräsidenten im Jahr 1971.
Von 1977 bis 2013 war Franz Six geschäftsführender Präsident und übernahm 1995 auch die Koordination der Führungsgruppe. Seine Verantwortung wuchs, als er ab 1997 persönliche finanzielle Risiken übernahm. Nachdem er 2013 in den Vorstand der Haus des Meeres Privatstiftung wechselte, blieb er Ehrenpräsident und beeinflusste die Entwicklung der Institution entscheidend. Unter seiner Leitung transformierte sich das Haus des Meeres von einem kleinen Projekt, das einmal Schulden in Höhe von 77.000 Schilling hatte, zu einer der Top-Sehenswürdigkeiten Wiens.
Meeresbiologie in Wien
Wien hat sich nicht nur durch das Haus des Meeres einen Namen gemacht, sondern auch als Zentrum für Meeresforschung und -studium etabliert. Trotz seiner geografischen Lage bietet die Stadt zahlreiche Möglichkeiten, sich mit Ozean-Ökosystemen auseinanderzusetzen. Die Universität Wien verfügt über ein breites Angebot an Studiengängen in Meeresbiologie, darunter Meeresökologie, Meereschemie und Meeresgeologie. Studiengänge von der Universität für Bodenkultur Wien decken zudem den Bereich Umwelt- und Bioressourcenmanagement ab, mit einem besonderen Fokus auf Meeresbiologie.
Ein zentraler Aspekt der Ausbildung an den Wiener Universitäten ist die praktische Erfahrung. Studierende haben die Möglichkeit, an Forschungsprojekten und Feldstudien teilzunehmen. Internationale Kooperationen und Austauschprogramme fördern die Verbindung zu anderen Meeresforschungseinrichtungen weltweit, was den Studierenden einzigartige Perspektiven bietet. Absolventen der Studiengänge finden zahlreiche Karrieremöglichkeiten in Forschungsinstituten, bei Umweltschutzorganisationen, Regierungsbehörden und in der Industrie.
Insgesamt bildet Wien nicht nur durch das Engagement von Persönlichkeiten wie Franz Six, sondern auch durch seine akademischen Programme und Forschungseinrichtungen, einen wichtigen Ort für den Schutz der Meeresressourcen und nachhaltige Praktiken in der Meeresbiologie.
Franz Six ist außerdem Träger des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien, was sein langjähriges und herausragendes Engagement in der Szene der Meeresbiologie zusätzlich unterstreicht.
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