
Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat anlässlich der bevorstehenden Wien-Wahl am 27. April eine umfassende Umfrage zu Tierschutzthemen durchgeführt. Ziel ist es, den Wählern einen Überblick über die Positionen der zur Wahl antretenden Parteien zu bieten. Die Umfrage umfasst eine Vielzahl an Themen, darunter die Haltung von Fiaker-Pferden, den Umgang mit Hunden und das Wiener Landesjagdgesetz.
Wie oe24 berichtet, haben die Parteien KPÖ/LINKS, GRÜNE, SPÖ und NEOS auf einen detaillierten Fragebogen reagiert, während die ÖVP und FPÖ die Anfrage ignoriert haben. Alle teilnehmenden Parteien sprechen sich einheitlich für ein Verbot des Haustierabschusses durch Jäger sowie gegen Treibjagden aus. Dies zeigt, dass ein gewisses gemeinsames Verständnis für den Tierschutz besteht.
Positionen der Parteien
Die SPÖ hat jedoch eine differenzierte Haltung. Sie lehnt ein generelles Abschussverbot für kleine Beutegreifer wie Füchse ab, konzentriert sich stattdessen auf Regelungen für Hunde und den illegalen Welpenhandel. Bei der Rasseliste, die bestimmte Hunderassen reguliert, zeigt die SPÖ einen anderen Kurs, indem sie die Abschaffung ablehnt. Dies steht im Widerspruch zur Mehrheit der anderen Parteien, die ein Ende der Rasseliste fordern.
- KPÖ/LINKS: Streben ein gänzliches Fiaker-Verbot an.
- GRÜNE und NEOS: Wollen strengere Regelungen für die Fiaker-Pferde umsetzen.
- SPÖ: Fokussiert auf Regelungen für Hunde und lehnt die Abschaffung der Rasseliste ab.
Zusätzliche Informationen aus einer ähnlichen Umfrage des VGT, die bereits 2024 durchgeführt wurde, zeigen, dass die Grünen in Bezug auf Tierschutzthemen die beste Bewertung erhalten haben, während die FPÖ und die ÖVP am wenigsten Zustimmung erfreuen konnten. Wichtige Punkte dieser früheren Umfrage betreffen auch das Bundesjagdgesetz, Tiertransporte und die Themen der Haltungsbedingungen von Tieren in der Landwirtschaft.
Tierschutz und Wahlversprechen
VGT-Campaigner Georg Prinz äußerte die Hoffnung, dass sich die Tierschutzlage in Wien durch die bevorstehenden Wahlen verbessert. Zudem wird der VGT die Einhaltung der Wahlversprechen der Parteien aufmerksam beobachten. Die Bereitschaft der Parteien, bei Tierschutzfragen Stellung zu beziehen, könnte somit einen direkten Einfluss auf zukünftige gesetzliche Regelungen haben.
Die Umfrage hat auch einen kritischen Blick auf das Abstimmungsverhalten der ÖVP und FPÖ geworfen, die in Bezug auf den Tierschutz nicht auf die Fragen des VGT reagiert haben. Dies könnte als Zeichen verstanden werden, dass diese Parteien möglicherweise weniger Priorität auf die Bedürfnisse von Tieren und Tierschutzfragen legen.
Insgesamt zeigt die Umfrage des VGT, dass das Thema Tierschutz zunehmend an Bedeutung gewinnt und die Wähler darüber entscheiden könnten, wie stark dieses Thema in den kommenden Jahren in der Politik vertreten sein wird. Laut der Analyse der Tierschutzpositionen der politischen Parteien wird deutlich, dass unterschiedliche Ansätze verfolgt werden, die sich auch im Wählerverhalten niederschlagen könnten.
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