
Am 2. April 2025 hat die Stadt Wien den offiziellen Spatenstich für ein neues Zentralberufsschulgebäude in der Seestadt Aspern vollzogen. Bürgermeister Michael Ludwig und Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling leiteten die Zeremonie, bei der unter anderem auch Vertreter der PORR Geschäftsführung anwesend waren. Dieses ehrgeizige Projekt soll modernste Lernräume für bis zu 7.500 Schüler*innen bieten und ist Teil der kontinuierlichen Investitionen in die Bildungsinfrastruktur Wiens.
Die geplante Inbetriebnahme des Schulgebäudes wird für September 2028 angestrebt. Bildung hat in Wien einen hohen Stellenwert, und die neue Schule wird über 20 zentrale Lehrberufe – darunter Logistik, E-Commerce, Bau und Verwaltung – unter einem Dach vereinen. Der Bau bietet nicht nur Platz für 350 Beschäftigte, sondern wird auch sieben bestehende Berufsschulen zusammenführen. Die Vizebürgermeisterin betont die Wichtigkeit der modernen Ausbildungsstätte, die auf insgesamt 29.000 m² großzügige Lernräume bereitstellt.
Architektonisches Konzept und nachhaltige Energieversorgung
Das architektonische Konzept des neuen Schulgebäudes zeichnet sich durch eine innovative Gestaltung aus. Der äußere Erscheinungsbild basiert auf einem Begrünte Sockel, der eine harmonische Verbindung zur Umgebung schafft. Die oberen Volumina der Theorieräume scheinen zu schweben und besitzen einen festen Sonnenschutz aus vertikalen Holzlamellen, der sowohl ästhetischen als auch funktionalen Zwecken dient, indem er vor sommerlicher Überwärmung schützt. Diese Merkmale verleihen dem Bau eine markante Charakteristik, die ihn bereits jetzt zu einem Blickfang in der Stadtentwicklung macht. Für das Projekt wurde der Sieger des EU-weiten Wettbewerbs für Generalplanungsleistungen, die Kronaus Mitterer Architekten ZT GmbH, ausgewählt.
Ein nachhaltiges Energiekonzept wird ebenfalls umgesetzt. Geothermische Energie und Photovoltaikanlagen auf den Dächern des Gebäudes werden zur Deckung eines Großteils des Energiebedarfs beitragen. Dies unterstreicht das Engagement der Stadt Wien für umweltfreundliche Lösungen in der Bildungsinfrastruktur. Die Freiraumgestaltung des Projekts ermöglicht zusätzlich Unterricht im Freien und fördert somit die Aufenthaltsqualität für Schüler*innen.
Bedarf an Schulplätzen in der Seestadt
Im Kontext der Bildungsmaßnahmen sind die Investitionen der Stadt Wien besonders relevant. Insgesamt werden bis 2026 etwa 192 Millionen Euro in neue Bildungsinfrastruktur für Schulen investiert. Diese Maßnahmen sind notwendig, da die Stadt einen kontinuierlichen Zuwachs an Pflichtschulkindern von rund 4.000 pro Jahr in den letzten drei Schuljahren verzeichnet hat. Daher plant die Stadt, neue Lernumgebungen zu schaffen, um den steigenden Schulraumbedarf zu decken.
Für das Schuljahr 2025/26 sind mehrere Zubauten in verschiedenen Wiener Bezirken vorgesehen, um den Anforderungen der wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden. Dazu gehören unter anderem die Erweiterung bestehender Schulen sowie temporäre Mobilklassen, die Förderung eines flexiblen und bedarfsorientierten Lehrbetriebs in der Seestadt.
Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr hebt die Dringlichkeit hervor, zusätzlichen Schulraum zu schaffen und die Schüler*innen bestmöglich zu fördern. Die Stadt Wien zeigt mit diesen Initiativen, dass sie den Bildungssektor als entscheidenden Bestandteil der städtischen Entwicklung anerkennt und entsprechend investiert.
Das neue Zentralberufsschulgebäude in der Seestadt Aspern stellt damit nicht nur eine Antwort auf den aktuellen Bedarf dar, sondern auch einen nachhaltigen Investitionsschritt in die Zukunft der Wiener Bildungslandschaft.
Weitere Informationen finden Sie in den Berichten von Wien.gv.at, Kronaus Mitterer und Wien.gv.at.
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