
In einem dramatischen Vorfall in Wien-Leopoldstadt wurde am 3. April 2025 die Gefährdung durch eine mögliche Gasexplosion abgewendet. Dies geschah, nachdem Nachbarn eines 25-jährigen Mannes Alarm schlugen, weil dieser offenbar das Inventar seiner Wohnung zerstörte. Polizeibeamte, die zum Einsatz gerufen wurden, nahmen sofort einen starken Gasgeruch im Stiegenhaus wahr und sperrten die Gaszufuhr umgehend. Aufgrund dieser präventiven Maßnahmen konnte eine potenziell katastrophale Explosion verhindert werden.
Die Wiener Berufsfeuerwehr öffnete in der Wohnung alle Fenster und leitete zusätzliche Notfallmaßnahmen ein. Ein Brandsachverständiger stellte später fest, dass bei aufrechter Gaszufuhr eine Explosion frühestens nach 46 Minuten und spätestens nach 172 Minuten möglich gewesen wäre. Der Bericht zeigt, dass ohne einen Folgebrand die primär betroffene Wohnung schwer beschädigt und Teile des Gebäudes eingestürzt wären. Bei einem möglichen Folgebrand wäre ein unkontrollierbares Feuer im ganzen Gebäude zu befürchten gewesen.
Psychische Problematik des Täters
Der 25-jährige Mann, ein Nordmazedonier, wurde aufgrund einer psychiatrischen Begutachtung als nicht schuldfähig eingestuft. Er leidet an einer floriden paranoiden Symptomatik mit minimalem Realitätsbezug. In einer Aussage berichtete der Mann von der plötzlichen Wahrnehmung, "Leute" wollten ihn liquidieren. Er war der Überzeugung, ein Wasser- und kein Gasrohr beschädigt zu haben. Bereits am 8. Februar hatte er am Rohr gearbeitet und die beschädigte Stelle mit Tüchern umwickelt. In der Folge lebte er drei Tage in der Wohnung, ohne die vorhandene Gefahr zu erkennen.
Das Gericht stellte fest, dass in diesem Fall keine vorsätzliche, sondern eine fahrlässige Gemeingefährdung vorlag. Daher war die Deliktsart nicht mit einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr bedroht, und es lag keine Anlasstat vor, um den Antrag auf Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum zu genehmigen. Der Antrag wurde abgewiesen und der Mann, vertreten von seinem Verteidiger Andreas Schweitzer, nach der Verhandlung auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwältin gab bis dato keine Erklärung ab.
Sicherheitsanforderungen für Gasinstallationen
Die Notwendigkeit, solche Gefahren zu vermeiden, unterstreicht die Wichtigkeit von gesetzlichen Vorschriften und Standards, die die Planung, Installation und Wartung von Gasinstallationen regeln. Diese Vorschriften, so bestätigt Sanitär-Express, sind entscheidend für die Gewährleistung der Sicherheit in Wohn- und Arbeitsräumen. Sie umfassen unter anderem:
- DIN-Normen: Sie legen Anforderungen an Materialien, Installation und Wartung von Gasleitungen und -geräten fest.
- Technische Regeln für Gasinstallationen (TRGI): Bieten Anweisungen für die sichere Planung und Errichtung von Gasinstallationen.
- Europäische Normen (EN): Reglementieren die Anforderungen an Gasleitungen in Gebäuden.
- CE-Kennzeichnung: Bestätigt die Einhaltung europäischer Sicherheitsanforderungen für Gasgeräte.
- Regelmäßige Prüfungen: Gasinstallationen müssen regelmäßig von zertifizierten Fachleuten gewartet werden.
Die Einhaltung dieser Vorschriften ist unerlässlich für die Sicherheit und die Minimierung des Risikos von Gasexplosionen. Fachkräfte im Gasbereich sollten sich regelmäßig über Änderungen informieren, um stets aktuelle Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.
Insgesamt zeigt dieser Vorfall in Wien-Leopoldstadt, wie wichtig schnelles Handeln und die richtige Beurteilung der Situation sind, um Gefahren durch Gasexplosionen effektiv zu vermeiden und Menschenleben zu schützen. Kleine Zeitung berichtet, dass ohne das Eingreifen der Polizei und Feuerwehr die Situation schwerwiegende Folgen hätte haben können.
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