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Wien investiert 54 Millionen Euro in neue Trinkwasserleitung!

Die Stadt Wien plant eine umfassende Erneuerung ihrer Wasserversorgungsinfrastruktur, um auch in Zukunft den hohen Standard ihrer Trinkwasserversorgung aufrechtzuerhalten. Wien ist bekannt für sein hochqualitatives Wasser, das aus den niederösterreichisch-steirischen Alpen stammt und über ein ausgeklügeltes System von Hochquellenleitungen, Wasserbehältern und ein umfangreiches Rohrnetz verteilt wird. Um den steigenden Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden, investiert die Stadt deutlich in den Ausbau dieser Infrastruktur.

Eine neue, 5,5 Kilometer lange Trinkwasserleitung wird aktuell im Westen Wiens verlegt. Diese fünfte Hauptleitung, die vom Mildeplatz in Ottakring bis zur Sieveringer Straße in Döbling verlaufen wird, soll bis Frühjahr 2027 завершена sein. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf etwa 54 Millionen Euro. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Wasserversorgung in den nördlichen und westlichen Stadtteilen zu verbessern. Der Bau erfolgt in drei großen Abschnitten, wobei der erste Abschnitt bereits fast abgeschlossen ist und den Bereich bis zur Richthausenstraße in Hernals abdeckt. Der zweite Abschnitt wird im Frühjahr 2026 beginnen und die Verbindung zur Schöffelgasse in Währing herstellen. Der dritte Abschnitt, der im April startet, wird 3.500 Meter neue Rohre im 18. Bezirk verlegen.

Langfristige Planung und Investitionen

Mit Blick auf die zukünftige Wasserversorgung plant die Stadt Wien bedeutende Investitionen. Bürgermeister Michael Ludwig und Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky verkündeten anlässlich des Weltwassertags am 22. März 2023, dass bis 2050 die Bevölkerung Wiens auf etwa 2,2 Millionen steigen könnte, was eine Erhöhung des Wasserverbrauchs um 15 Prozent auf täglich 450 Millionen Liter zur Folge hätte. Daher sind Investitionen von bis zu 100 Millionen Euro jährlich in die Wasserversorgungsinfrastruktur angestrebt.

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Zu den Großprojekten gehören unter anderem die Erhöhung des Speichervolumens um mehr als 400 Millionen Liter Wasser und die Sanierung und der Ausbau von 31 Wasserbehältern. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Qualitätsstandards des Wiener Wassers zu gewährleisten. Der weltweit erste Hochquellenleitung, die 1873 in Betrieb ging, wird im Jahr 2023 ebenfalls gefeiert, was den historischen Wert dieses Systems unterstreicht.

Rush for Sustainability

Im Rahmen dieser Großinvestitionen wird auch der Bau des 17. Trinkwasserkraftwerks in Döbling vorangetrieben, das bis 2024 fertiggestellt sein soll. Wiener Wasser setzt in seiner Funktion als Wasserversorger zunehmend auf erneuerbare Energien – 16 Trinkwasserkraftwerke produzieren mehr Strom, als für die eigene Wasserversorgung benötigt wird. Zudem sind Photovoltaik-Anlagen auf Wasserbehältern geplant.

Aktuelle Zahlen zur Wasserversorgung in Wien zeigen, dass es rund 1.500 Trinkbrunnen und 55 Monumentalbrunnen gibt, die in Parks, auf Spielplätzen und bei Märkten verteilt sind. Jährlich werden ca. 30 Kilometer Rohrleitungen erneuert, um die Versorgungsqualität konstant hoch zu halten.

Nachdem das Projekt für die neue Hauptleitung abgeschlossen ist, wird die Fläche um die Leitung aufgewertet. Neue Bäume, Grünflächen und Sitzgelegenheiten sollen zusätzlich zur Verbesserung der Umwelt beitragen. Die infrastrukturellen Maßnahmen, die heute in Angriff genommen werden, sind ein wichtiger Schritt, um den hohen Standard der Wasserversorgung in Wien auch weiterhin sicherzustellen.

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Infrastruktur
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Wien
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Wien, Österreich
Sachschaden
54000000 € Schaden
Beste Referenz
oe24.at
Weitere Quellen
presse.wien.gv.at

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