
Im dramatischen Prozess um einen Frauenmord steht ein 40-jähriger Mann vor Gericht, der am 25. August 2024 in Wien-Favoriten seine Lebensgefährtin getötet hat. Der Angeklagte gestand seine Tat und übernahm die Verantwortung mit den Worten: „Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist.“ Das Verbrechen ereignete sich am Morgen, als er, nach eigenen Angaben, die Kontrolle über sich verlor. Laut der Anklage litt er unter schweren Depressionen und Verlustängsten, und die Beziehung, die er 2023 über eine Dating-Plattform begonnen hatte, wendete sich zum Tragischen. Die Staatsanwältin erklärte, dass die Beziehung zunächst harmonisch verlief, jedoch in seinem Kopf die Überzeugung reifte, dass er die Frau töten müsse, da er „sie lieber tot sehen wollte als in den Händen eines anderen Mannes“.
Furchtbares Martyrium des Opfers
Die Anklage legte dar, dass der Mann seine Partnerin brutal misshandelte; er schlug sie mehrfach, warf sie gegen Möbel und würgte sie schließlich. Das Gericht bezeichnete das schreckliche Geschehen als „Martyrium“, das die Frau geduldig durchleiden musste, während sie um ihr Leben kämpfte. Gerichtsmedizinische Gutachten bestätigten, dass sie an einer Kompression der Halsweichteile und einer damit verbundenen Sauerstoffunterversorgung des Gehirns starb. Der Angeklagte, der bisher unbescholten war und zuletzt als Event-Mitarbeiter tätig war, gestand seine Eifersucht und erklärte: „Mir ging es psychisch nicht gut. Eine Mischung aus Depressionen, Midlife-Crisis und Verlustängsten“, wie auch die Presse berichtete.
Im Prozess wurden auch Chats zwischen den beiden verlesen, die zeigten, dass die Frau trotz ihrer Zuneigung besorgt über seine Besessenheit mit Femiziden war. Sie betonte, dass er „keine Notlösung“ sei, und versicherte, dass es in ihrem Leben keine anderen Männer gäbe. Diese Erkenntnisse verdeutlichen die verheerenden mentalen Strukturen, die zur Tat führten, und stellen die Frage nach der Verantwortung der Gesellschaft im Umgang mit psychischen Erkrankungen und gewalttätigen Mustern in Beziehungen, wie von 5min berichtet.
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