
Am 14. Mai 2025 findet in Wien das „Green 100“ Festival statt, eine zentrale Veranstaltung im Bereich Green Finance. In Kooperation mit Vienna Up zielt das Festival darauf ab, Investor:innen und Innovator:innen miteinander zu vernetzen und nachhaltige Themen zu fördern. Die Veranstaltung bietet eine Messe, auf der Innovationsprojekte und grüne Finanzierungsprodukte präsentiert werden, und richtet sich an Unternehmer:innen sowie interessierte Privatpersonen. Wie ots.at berichtet, wird das Event in der Aula der Wissenschaften am Wollzeile 27A ab 10:00 Uhr beginnen.
Ein zentrales Angebot des Festivals ist die sogenannte „b2match“ Plattform, die einen Überblick über die Aussteller:innen bietet und ein effektives Matchmaking zwischen grünen Start-Ups, Scale-Ups und Investor:innen ermöglicht. Darüber hinaus beinhaltet das Programm Workshops und Diskussionsrunden, die von Expert:innen insofern gestaltet werden, als sie aktuelle Themen wie Nachhaltigkeitsberichterstattung, ESG-Reporting und nachhaltiges Investieren behandeln. Unter den Moderatoren der Eröffnungsdiskussion befinden sich renommierte Persönlichkeiten wie Katharina Rogenhofer vom KONTEXT Institut für Klimafragen sowie Vertreter:innen aus verschiedenen Branchen.
Die Relevanz von ESG-Kriterien
Im Zuge der wachsenden Bedeutung von umweltbewussten Investitionen wird häufig auf die ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) hingewiesen. Diese Kriterien sind entscheidend für die Bewertung von Unternehmen hinsichtlich ihrer Eignung als Investitionsobjekte. Laut investopedia.com messen Umweltkriterien, wie Unternehmen mit ökologischen Herausforderungen umgehen, während soziale Kriterien die Beziehungen zu Stakeholdern betrachten. Die Governance-Aspekte hingegen bewerten die Unternehmensführung und die rechtlichen Rahmenbedingungen ihrer Aktivitäten.
ESG-Investieren, oft auch als nachhaltiges oder verantwortungsvolles Investieren (SRI) bezeichnet, verbessert nicht nur das Ansehen von Unternehmen, sondern kann auch deren wirtschaftliche Resilienz erhöhen. Unternehmen, die ESG-Aspekte in ihre Geschäftsstrategien integrieren, zeigen häufig eine höhere Widerstandskraft sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch. Die Studie von lbbw.de legt nahe, dass das Interesse an nachhaltiger Entwicklung wächst, die Herausforderungen durch bürokratische Hindernisse jedoch nicht zu unterschätzen sind.
Herausforderungen der nachhaltigen Investitionen
Trotz der positiven Entwicklungen im Bereich ESG-Investieren sehen viele Unternehmen in der Bürokratie ein wesentliches Hemmnis für die Umsetzung nachhaltiger Geschäftsmodelle. Fast 90 % der Befragten einer aktuellen Studie fordern klarere gesetzliche Rahmenbedingungen, da sie die gegenwärtigen Vorschriften oft als einschränkend empfinden. Der Fachkräftemangel und das Fehlen interner Ressourcen sind weitere Herausforderungen, die es zu überwinden gilt. Die Befragung umfasste 135 Geschäftsführer und CSR-Verantwortliche sowie 156 Finanzentscheider, die sich mit der Einführung und Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Unternehmensfinanzierung auseinandersetzen.
Das „Green 100“ Festival bietet somit nicht nur eine Plattform zur Vernetzung, sondern spiegelt auch die wachsende Bedeutung von ESG-Kriterien in der Finanzwelt wider. Mit einem interaktiven Programm und hochkarätigen Speakern wird das Event voraussichtlich viele Akteurs aus verschiedenen Bereichen zusammenbringen und einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über nachhaltige Investitionen leisten.
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