
Am Kreuzungsplateau Sechshauser Straße/Geibelgasse/Stiegergasse im 15. Wiener Gemeindebezirk sollen ab Freitag, dem 4. April 2025, umfassende Bauarbeiten beginnen, die die Verkehrssicherheit an dieser gefährlichen Kreuzung erhöhen sollen. Diese Initiative ist Teil der Bemühungen, Sechshaus zu einem lebenswerteren Umfeld für alle Verkehrsteilnehmer zu machen. Wien.gv.at berichtet, dass das Projekt die Errichtung eines Schutzweges, die Anpassung bestehender Gehsteigvorziehungen sowie den Neubau eines Betonfeldes umfasst.
Die Arbeiten sind für die Wochenenden von Freitag, 22 Uhr bis Montag, 5 Uhr geplant, wodurch die Einschränkungen für den Verkehr minimiert werden sollen. Während dieser Zeit wird das Linksabbiegen von der Sechshauser Straße in die Stiegergasse und Geibelgasse ausgeschlossen. Die Haltestelle „Stiegergasse“ der Autobuslinie 12A wird während der Bauzeit um wenige Meter verlegt, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten. Fußgänger werden durch Warnposten auf die Baustelle hingewiesen, sodass sie weiterhin sicher passieren können. Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für den 28. April 2025 vorgesehen.
Verkehrsprobleme in Sechshaus
Die Erhöhung der Verkehrssicherheit ist in Sechshaus besonders wichtig, da der Verkehr dort sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer häufig als laut und gefährlich beschrieben wird. Das Wirmachen.wien Projekt hebt hervor, dass die Gehsteige in der Gegend schmal sind und das Überqueren von Kreuzungen für viele zu einem Risiko wird. Exklusive Grünphasen für Fußgänger fehlen an den Zebrastreifen, besonders an der stark frequentierten Kreuzung Stiegergasse/Sechshauser Straße/Geibelgasse.
Um Familien mit Kindern sowie anderen gefährdeten Verkehrsteilnehmern eine sicherere Mobilität zu ermöglichen, setzt sich eine Initiative aus Anwohnern dafür ein, die Lebensqualität in Sechshaus zu verbessern. Zu den Zielen gehören die Verkehrsberuhigung an der Nord-Süd-Querung, breitere Geh- und Schulwege sowie sichere Radwege, denn viele bestehende Wege sind für Radfahrende unpassierbar.
Globale Herausforderungen der Verkehrssicherheit
Die Herausforderungen im Hinblick auf Verkehrssicherheit sind nicht nur lokal, sondern weltweit von Bedeutung. Laut Beesmart.city sind wachsende Städte, ein zunehmendes Verkehrsaufkommen und das Zusammenleben von großflächigen Fahrzeugen mit schutzbedürftigen Verkehrsteilnehmern (wie Fußgängern und Radfahrern) nur einige der Faktoren, die die Sicherheitslage in urbanen Gebieten kompliziert machen. 2017 verloren in Europa etwa 37% aller Verkehrstoten ihr Leben in Städten.
Die Daten zeigen, dass über 135.000 Menschen in den letzten zehn Jahren in Verkehrsunfällen in europäischen Städten starben. Über 20% der nicht tödlichen Verkehrsunfälle betreffen viele schutzlose Verkehrsteilnehmer und sind häufig schwerwiegend. Die Notwendigkeit, die Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer sicher zu gestalten, wird immer dringlicher, vor allem da Geschwindigkeitsübertretungen in städtischen Gebieten weit verbreitet sind.
In diesem Zusammenhang können die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Sechshaus als Schritt in die richtige Richtung betrachtet werden. Städte stehen vor der Herausforderung, innovative und nachhaltige Lösungen für eine sichere urbane Mobilität zu finden, um auch den wachsenden Ansprüchen ihrer Einwohner gerecht zu werden.
Details zur Meldung