Wien

Sensationsfund in Wien: Römisches Massengrab enthüllt Kriegsgeheimnisse!

Bei Baggerarbeiten am "Ostbahn-XI"-Sportplatz in Simmering wurden bedeutende archäologische Funde gemacht, die möglicherweise die Geschichte der Stadt Wien neu schreiben könnten. Insbesondere handelt es sich um Skelette von Soldaten des römischen Militärlagers Vindobona, das sich im heutigen Ersten Wiener Gemeindebezirk befindet. Archäologen fanden unter anderem die Überreste junger Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren, die sichtbare Kampfverletzungen aufwiesen. Dies deutet auf die gewaltsamen Umstände hin, unter denen die Bestattungen stattfanden. Die Brandbestattung, die zu dieser Zeit üblich war, könnte die Eile und Angst der Hinterbliebenen widerspiegeln, schnell zu handeln, um den Toten zu ehren und ordnungsgemäß zu beerdigen, bevor ein weiterer Angriff drohte. Diese Erkenntnisse wurden von Kleine Zeitung berichtet.

Die Funde könnten in Zusammenhang mit den "Donaukriegen" unter Kaiser Domitian (81-96 n. Chr.) stehen. Historische Aufzeichnungen berichten von einem Verlust einer Legion im Jahr 92 n. Chr., was die bedeutende Rolle dieser Entdeckung unterstreicht. Archäologin Michaela Kronberger und Kristina Adler-Wölfl, Leiterin der Stadtarchäologie, betonen die historische Relevanz und die Möglichkeit, dass diese Funde zur späteren Expansion des Lagers Vindobona unter Kaiser Trajan beigetragen haben könnten. Röntgenaufnahmen eines Dolchs und weitere militärische Artefakte, die bei den Ausgrabungen entdeckt wurden, stammen aus dem späten ersten Jahrhundert und deuten auf einen "welthistorischen Fund" hin.

Forschungsmöglichkeiten und Ausstellung

Die wissenschaftlichen Analysen, die im Rahmen dieser Entdeckung durchgeführt werden, beinhalten DNA- und Isotopenanalysen, die dazu beitragen sollen, die Herkunft und Ernährungsweise der verstorbenen Soldaten zu klären. Dies eröffnet zahlreiche Forschungsfragen, die in Zusammenarbeit mit internationalen Experten weiterentwickelt werden können. Erste Publikationen zu den Ergebnissen der Ausgrabungen werden in einigen Monaten erwartet, und in etwa zwei Jahren ist eine kleinere Ausstellung im Römermuseum am Hohen Markt geplant.

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Das Römermuseum bietet bereits jetzt interessante Einblicke in die römische Geschichte Wiens. Es erstreckt sich über drei Stockwerke und enthält zahlreiche Exponate, die sowohl für Erwachsene als auch für Kinder zugänglich sind. Im Museum sind auch spezielle Hands-on-Objekte für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen vorhanden. Besucher haben die Möglichkeit, das Museum mit Assistenzhunden zu besuchen, und die Begleitpersonen profitieren von freiem Eintritt. Dennoch sind die Ausstellungsräume im Erdgeschoss nur teilweise barrierefrei.

Für den Besuch gibt es zahlreiche Informationen zur Barrierefreiheit: Der Haupteingang des Museums ist stufenlos erreichbar. Allerdings sind die hinteren Bereiche und einige Ausstellungsräume nur über Stufen zugänglich. Im ersten Stock sind die Ausstellungen ebenfalls über Stiegen zugänglich, was zu beachten ist, wenn man mit einem Rollstuhl oder anderen Mobilitätshilfen unterwegs ist.

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Simmering, Wien, Österreich
Beste Referenz
kleinezeitung.at

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