Rapid Wien steht am Samstag vor einem richtungsweisenden Pflichtspiel-Debüt des neuen Trainers Johannes Hoff Thorup. Im Cup-Viertelfinale trifft das Team auf Ried, mit der Möglichkeit, in das Halbfinale einzuziehen. Bei Rapid spielen die Resultate eine große Rolle: In den letzten neun Pflichtspielen konnten sie nicht gewinnen, was zu sechs Niederlagen und drei Remis führte. Der letzte Sieg der Grün-Weißen datiert vom 2. November gegen Sturm Graz (2:1). Laut vienna.at gab es zuletzt eine 1:2-Niederlage gegen Ried im Dezember 2025.

Thorup hat in den drei Wochen seiner Amtszeit optimistische Vorzeichen gesetzt und betont, dass seine Spieler bereit seien, die zuvor erlernten Ideen umzusetzen. „Wir müssen in jeder Situationen die Initiative ergreifen“, so Thorup. Der Trainer plant, mit einem offensiven 4-3-3-System ins Spiel zu starten. Bei der Aufstellung gibt es jedoch einige Unsicherheiten: Ercan Kara könnte die Mittelstürmer-Rolle übernehmen, während Nikolaus Wurmbrand als Flügelstürmer zum Einsatz kommen könnte. Maximal ein oder zwei Änderungen sieht Thorup pro Spiel vor, was die Stimmung im Team stabil halten soll.

Verletzungssorgen und Kaderplanung

Die Verletztenliste des Klubs zeigt, dass Rapid auf Petter Dahl, Claudy Mbuyi und Louis Schaub verzichten muss. Sportchef Markus Katzer arbeitet zudem an einer Leihlösung für Mbuyi, der derzeit in der Rehabilitation ist. In den Nachrichten von kurier.at wird darauf hingewiesen, dass Rapid für den verletzten Mbuyi bereits einen Ersatz sucht. Ein möglicher Leihspieler, Jusef Erabi von Genk, erhielt jedoch keine Freigabe, da Genk zuvor einen anderen Stürmer verkaufen muss.

Eine zusätzliche Herausforderung für Thorup ist der Zustand von Bendeguz Bolla, der zwar für den aktuellen Verlauf der Saison als wichtig erachtet wird, aber möglicherweise zum Sommer hin verkauft werden könnte. Der Trainer zählt auf ihn, um die neue Spielidee erfolgreich umzusetzen.

Der Druck auf Rapid und Rieds Antwort

Historisch gesehen hat Rapid Wien seit 1995 keinen Cup-Titel mehr gewonnen, während Ried diesen in den Jahren 1998 und 2011 gewinnen konnte. Aktuell liegt Ried in der Tabelle mit einem Platz vor Rapid auf dem sechsten Rang. Rieds Trainer Maximilian Senft hat klargemacht, dass sein Team gut vorbereitet ist und gegen Rapid bestehen will. Dies untermauert den Druck, der auf Rapid lastet, um endlich aus der Negativspirale herauszukommen.

Das Match gegen Ried könnte als Katalysator für Rapid dienen, um die Saison zu wenden und dem neuen Trainer etwas Zeit für die Umsetzung seiner Ideen zu geben. Die Fans dürfen auf eine spannende Partie hoffen, die am Samstag um 17:30 Uhr angepfiffen wird.