Am 9. Februar 2026 ereignete sich in Wien ein besorgniserregender Vorfall, der zu umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen führte. Gegen 10.30 Uhr alarmierte das automatische Warnsystem eines Entsorgungsunternehmens die Behörden, da bei angeliefertem Material Auffälligkeiten festgestellt wurden. Diese wiesen auf ein mögliches radioaktives Nuklid hin. In der Folge setzten Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei im Bezirk Liesing, Oberlaaer Straße, alles daran, die Situation zu bewerten und das Areal zu sichern. Der Betrieb wurde vorübergehend eingestellt, während spezialisierte Einsatzkräfte Strahlenmessungen durchführten. Die gemessenen Strahlenwerte lagen jedoch deutlich unter kritischen Schwellen, was für einen ersten Entwarnung sorgte, obwohl zwei Mitarbeiter, die direkten Kontakt mit dem Material hatten, zur medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht wurden.
Parallel zu den Ereignissen in Wien kam es auch in Graz zu einem ähnlichen Polizeieinsatz. Dort wurde ein Transportfahrzeug, das aus Wien kam, in der Moserhofgasse angehalten, da der Verdacht auf kontaminiertes Material bestand. Mehrere Polizeistreifen und die Berufsfeuerwehr Graz sperrten den Bereich ab und untersuchten den Lkw. Die Insassen erhielten schnell Entwarnung, da keine Strahlenbelastung festgestellt wurde, und auch sie mussten sich einer medizinischen Überprüfung unterziehen. Ermittler haben den Verdacht, dass das Fahrzeug in Graz Teil der Transportkette war, die den Alarm in Wien ausgelöst hatte.
Entwicklung der Situation
Die Lage in Wien entspannte sich schrittweise, nachdem die notwendigen Kontrollen abgeschlossen waren. In Graz wurden die Sperren am Nachmittag aufgehoben, und auch hier konnte keine relevante radioaktive Belastung festgestellt werden. Während die genaue Herkunft des verdächtigen Materials bislang nicht bekannt ist, zeigen dieser Vorfall und die umgehenden Sicherheitsvorkehrungen, wie wichtig das Thema Umweltradioaktivität ist.
Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit informiert regelmäßig über die Umweltradioaktivität. Berichte, die im Digitalen Online Repositorium und Informations-System (DORIS) des Bundesamtes für Strahlenschutz verfügbar sind, ermöglichen der Öffentlichkeit Einblicke in die Entwicklung der Radioaktivität in Deutschland. Diese Berichte umfassen verschiedene Jahre und zeigen unter anderem die Strahlenbelastung der Bevölkerung auf.
In den Jahren 2016 bis 2018 wurde in Deutschland jährlich eine durchschnittliche Strahlenbelastung von etwa 0,05 Millisievert pro Einwohner berechnet. Die überwiegende Mehrheit dieser Belastung stammt aus nuklearmedizinischen Untersuchungen wie Szintigraphien und verschiedenen Tomographieverfahren. Diese Informationen verdeutlichen den Einfluss von medizinischer Strahlenexposition auf die Umweltradioaktivität und unterstreichen die Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen bei Vorfällen wie dem in Wien und Graz.
Die Ereignisse vom 9. Februar stimmen mit der Verpflichtung des Bundesministeriums, annual Berichte über die Entwicklung der Radioaktivität vorzulegen, überein. Die Bedeutung von schnellem Handeln und präzisen Informationen in solchen Fällen kann nicht genug betont werden, da sie für die öffentliche Sicherheit von entscheidender Bedeutung sind.