
Ein gefälschtes Werk des renommierten Künstlers Arnulf Rainer wurde von der Wiener Polizei sichergestellt. Dies gab die Polizei am 2. April 2025 bekannt. Das gefälschte Kunstwerk, eine übermalte Farbfotografie, wurde Anfang 2023 in einem Wiener Auktionshaus als Original angeboten. Der Fall ist das Ergebnis von jahrelangen Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien.
Der Veräußerer des gefälschten Werks hatte es „gutgläubig erworben“. Somit wurde das Kunstwerk in gutem Glauben gekauft, was einen wichtigen Aspekt in dieser Angelegenheit darstellt. Die Staatsanwaltschaft Wien stellte die Strafverfahren gegen zwei Verdächtige ein, da der Fälscher aufgrund der Verjährung nicht mehr belangt werden kann. Das gefälschte Werk wurde bereits im Dezember 2024 per Gerichtsbeschluss als Fälschung eingezogen.
Umfangreiche Ermittlungen
Die ErmittlerInnen der EB06 Gruppe Stummvoll führten tiefgehende Untersuchungen durch, nachdem der Künstler Arnulf Rainer die Behörden über die Fälschung informierte. Der Einsatz moderner Techniken zur Fälschungserkennung, wie etwa die Analyse von Pinselstrichen und mittleren optischen Verfahren, ermöglichten es den Experten, die Echtheit des Werkes zu überprüfen. Ein Gutachten eines unabhängigen gerichtlichen Sachverständigen bestätigte die Fälschung eindeutig.
Kunstfälschungen sind ein jahrtausendealtes Phänomen und stellen eine ernsthafte Bedrohung für den Kunstmarkt dar. Fälscher reproduzieren Kunstwerke mit dem Ziel, sie als Originale zu verkaufen und dadurch von ihrem hohen Marktwert zu profitieren. Dies oder die Erzeugung des Eindrucks, dass ein Werk von einem bekannten Künstler stammt, sind häufige Methoden, die in der Kunstfälschung verwendet werden.
Rechtliche und ethische Implikationen
Kunstfälschungen schädigen nicht nur das Vertrauen von Käufern und Sammlern, sondern bringen auch finanzielle Verluste für Künstler mit sich. In vielen Ländern sind Kunstfälschungen strafbar und können mit Geld- oder Gefängnisstrafen geahndet werden. Diese Art des Betrugs wirft zudem ethische Fragen auf, die unter den Kunstschaffenden und in der Öffentlichkeit diskutiert werden.
Obwohl die Sicherstellung des gefälschten Werks ein wichtiger Schritt war, bleiben Herausforderungen bestehen. Zukünftige Trends in der Fälschungserkennung zeigen eine zunehmende Verwendung von Infrarot- und Röntgentechnologie sowie den Einsatz von maschinellem Lernen. Dennoch ist keine Methode zur Fälschungserkennung unfehlbar, und menschliche Experten werden auch weiterhin entscheidend bleiben.
Insgesamt wird der Vorfall rund um das gefälschte Werk von Arnulf Rainer als ein lehrreicher Fall innerhalb der komplexen Welt der Kunstfälschungen betrachtet, dessen Aufklärung sowohl für den Kunstmarkt als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen von Bedeutung ist.
Für weitere Informationen lesen Sie die Berichte von 5min.at, Heute.at und ArtBooks Heidelberg.
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