
Philipp Zulechner, ehemaliger Stürmer und nun Trainer beim ASK Ybbs, steht vor einer besonderen Herausforderung. Nachdem er seine Karriere im Sommer 2024 beendet hatte, übernahm er das Traineramt bei dem neuaufgestiegenen Verein in die niederösterreichische Landesliga. In seiner ersten Saison gelang ihm ein vielversprechendes Debüt, in dem er lange Zeit ungeschlagen blieb. Doch die Freude wurde durch eine herbe Niederlage beim Frühjahrsauftakt gegen den Ex-Bundesligisten Wiener Neustadt getrübt. Aktuell kämpft Zulechner mit einem eklatanten Personalmangel, da zwischen sieben und acht Spieler verletzt sind. Dies zwingt ihn, über ein Not-Comeback nachzudenken, auch wenn er betont, nur im äußersten Notfall auf das Spielfeld zurückkehren möchte. Der nächste Test für Ybbs steht am kommenden Samstag gegen Rohrbach an.
Zulechner, 34 Jahre alt, hat in seiner Karriere in den höchsten Ligen Österreichs und Deutschlands gespielt. Seine Stationen haben ihn unter anderem zu Vereinen wie SC Freiburg, Young Boys Bern, Austria Wien und Sturm Graz geführt. Außerdem absolvierte er ein Länderspiel im November 2013, in dem er von Teamchef Marcel Koller eingewechselt wurde. Bevor er das Traineramt bei Ybbs übernahm, arbeitete Zulechner als Trainer im AFW Waidhofen/Ybbs, wo er die U15 betreute und somit erste Erfahrungen im Trainerberuf sammelte.
Ein Vertrauen in die Zukunft
Christian Eplinger, Obmann des ASK Ybbs, äußerte sich positiv über die Wahl von Zulechner als Trainer. Er betont die Ambitionen des ehemaligen Profis und sieht großes Potenzial, das Zulechner mit seiner Erfahrung in den Verein einbringen kann. Die Vorfreude im Verein, unter dieser jungen und ambitionierten Führung zu arbeiten, ist spürbar. Zulechner selbst ist bestrebt, die Spieler bestmöglich zu fördern und zu entwickeln, was durch moderne Ausbildungssysteme unterstützt wird.
In der Trainerentwicklung wird zunehmend Wert auf eine anwendungsorientierte Vermittlung von Kompetenzen gelegt. Diese Bausteine im Ausbildungsprozess sind entscheidend für die Entwicklung der Trainer und Spieler. Der paradigmatische Wandel von "Fußball-Lehrer" zu "Spielerentwickler" spiegelt sich auch in den Bestrebungen wider, Trainer in ihrer individuellen Karriere zu unterstützen und fortlaufend weiterzubilden. Das gilt insbesondere für Trainer wie Zulechner, die am Anfang ihrer Trainerlaufbahn stehen und sich in einem dynamischen Umfeld beweisen müssen. Die DFB-Akademie unterstreicht, wie wichtig lebenslanges Lernen und interessensbasierte Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Prozess sind.
Es bleibt abzuwarten, wie Zulechner mit den aktuellen Herausforderungen umgehen wird und ob er seine Spieler dazu motivieren kann, die schweren Zeiten gemeinsam zu meistern. Das Team auf dem Weg zurück zu alter Stärke zu führen, wird seine größte Aufgabe sein. Laola1 berichtet von dieser Situation und zeigt, wie wichtig die Teamdynamik in Zeiten von Verletzungen und Rückschlägen ist. In einer Zeit, in der Talent und Professionalität Hand in Hand gehen sollten, benötigt der ASK Ybbs einen klaren und starken Kurs unter Zulechners Leitung.
Mit einem drohenden Not-Comeback und der Verantwortung, das Team zu stabilisieren, wird Zulechner während des Saisonverlaufs ein unerlässlicher Bestandteil des Vereins bleiben. Für die kommenden Spiele braucht es nicht nur strategische Entscheidungen, sondern auch eine starke mentale Haltung, um die Herausforderungen als Neuling in der Liga zu bewältigen.
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