
Die Situation rund um den Mistplatz in der Leopoldstadt und Brigittenau hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschärft. Anwohner berichten, dass seit der Schließung des Mistplatzes in der Dresdner Straße während der Corona-Pandemie vor vier Jahren ein adäquater Ersatz fehlt. Dies führt dazu, dass zunehmend Müll, darunter Matratzen und Waschmaschinen, auf den Straßen landet. Besonders an der Engerthstraße sind die zunehmenden Müllhaufen für die Bewohner ein großes Ärgernis, wie oe24 berichtet.
Ein Betroffener äußerte, dass es ohne Fahrzeug kaum möglich sei, den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Das Problem wurde bereits im Sommer 2023 durch eine Petition mit über 550 Unterschriften adressiert, die jedoch ohne Erfolg blieb. Die Anwohner wünschen sich, den alten Mistplatz zurückzubekommen, doch dieser gilt als zu klein und infrastrukturell ungeeignet.
Mangelnde Lösungen und Bürgerproteste
Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) bekundet zwar die Hoffnung auf baldige Klarheit und Umsetzung einer Lösung, jedoch gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Standort als schwierig. Ein geplanter Mistplatz beim Nordbahnhof wurde aufgrund von Bürgerprotesten abgelehnt. Die Lösung für das Müllproblem scheint somit in weiter Ferne.
Die Auswirkungen sind nicht nur für die Anwohner spürbar, sondern betreffen auch das Stadtbild. Die steigenden Müllberge, die durch die fehlende Entsorgungsinfrastruktur entstehen, sind ein negatives Zeugnis für die Stadt Wien. Diese Problematik wird durch gesetzliche Vorschriften zur Müllabfuhr an Feiertagen zusätzlich verzweifacht. An gesetzlichen Feiertagen erfolgt keine Müllabfuhr, was bedeutet, dass sich die Abholung um einen Tag verschiebt, auch wenn ein Feiertag auf einen Werktag fällt. So wird beispielsweise die Müllabfuhr an Weihnachten 2025 am Freitag, dem 26. Dezember 2025, sowie am Samstag, dem 27. Dezember 2025, einen Tag später als üblich erfolgen, wie wien.gv.at erklärt.
Das Thema Abfallentsorgung bleibt somit ein drängendes Problem, das nicht nur durch fehlende Mistplätze, sondern auch durch gesetzliche Regularien erschwert wird. Das Misttelefon der Stadt Wien, erreichbar unter 01 546 48, soll den Anwohnern als Anlaufstelle bei Fragen zur Verfügung stehen.
Insgesamt bleibt abzuwarten, ob in Zukunft nachhaltige Lösungen für die Müllproblematik in den betroffenen Bezirken gefunden werden können, oder ob die Bürger weiterhin mit den Konsequenzen des fehlenden Entsorgungsangebots leben müssen.
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