BauWien

Kunsthistorisches Museum Wien: Großes Umbauprojekt für Barrierefreiheit

Das Kunsthistorische Museum (KHM) in Wien startete offiziell ein umfassendes Umbauprojekt, das die Zugänglichkeit und den Besucherservice deutlich verbessern soll. Mit einem Budget von 42,3 Millionen Euro wird das Projekt zwei neue Eingänge und erweiterte Publikumsbereiche schaffen und zielt darauf ab, bis 2028 abgeschlossen zu sein, wie [oe24] berichtet.

Der KHM-Generaldirektor Jonathan Fine stellte die Pläne vor, die insbesondere darauf ausgelegt sind, das Museum barrierefrei zu gestalten. Die neuen Eingänge werden neben einem linken Zugang für gehbehinderte Menschen und Gruppen auch einen rechten Eingang für Schüler umfassen. Zusätzlich wird die Umwandlung von Fenstern in Glastüren am Maria-Theresien-Platz die Ästhetik des Eingangsbereichs bereichern. Das Projekt wird auch die Kassencontainer, die provisorisch vor dem Museum stehen, ab 2028 entfernen.

Erweiterung der Besucherflächen

Im Rahmen des Umbaus wird eine Erweiterung um 2.200 Quadratmeter für die Besucher realisiert. Neue Einrichtungen wie barrierefreie Kassen, Garderoben, Toiletten und ein Selbstbedienungscafé werden implementiert. Auch ein neuer Museumsshop, Vermittlungsräume und ein Atelier sind geplant. Die Erschließung zusätzlicher Büroflächen und eine Sicherheitszentrale sollen die Expansion zusätzlich unterstützen. Zudem werden neue Treppen und Liftanlagen in den Innenhöfen zur Verbesserung der Fluchtwege installiert, wie [ots] hinzufügt.

Kurze Werbeeinblendung

Die geplante Barrierefreiheit soll nicht nur die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen verbessern, sondern auch das historische Raumerlebnis des Eingangsbereichs wiederherstellen. Ein optimiertes Leitsystem sowie eine durchdachte Gästeführung sind integraler Bestandteil des Konzepts. Für den Bau wird eine temporäre Infrastruktur eingerichtet, während das Museum weiterhin in Betrieb bleibt.

Finanzierung und Planung

Die Finanzierung des Projekts setzt sich aus 34,8 Millionen Euro des Kulturministeriums und jährlichen Zuschüssen des KHM Museumsverbands in Höhe von einer Million Euro bis zum Jahr 2028 zusammen. Allerdings bleibt eine offene Finanzierungslücke von 3,5 Millionen Euro ab 2028, die noch geklärt werden muss. Der Baubeginn ist für Anfang 2027 vorgesehen, und die Realisierung des ersten Bauabschnitts wird in der zweiten Jahreshälfte 2028 erwartet.

Die Bietergemeinschaft für die Planung ist l'Atelier d'architecture chaixetmorel. et associés sowie die Christian Anton Pichler ZT GmbH, die nach einem internationalen Vergabeverfahren ausgewählt wurde. Die Jury bestand aus angesehenen Experten, darunter ehemalige Direktoren und Architekten.

Zusätzliche Angebote für Besucher

Das KHM hat darüber hinaus eine innovative Publikation zur Verfügung gestellt, die Menschen mit unterschiedlichen Sehvermögen die Kunst der Alten Meister näherbringen soll. Diese beinhaltet optische, haptische und auditive Elemente. Beleuchtete Gesamtabbildungen und taktile Folien über den Gemälden sind Bestandteil dieser besonderen Präsentation, die eine Vielzahl an Zugängen zur Kunst ermöglicht, wie auf [khm.at] zu erfahren ist.

Insgesamt verspricht das Umbauprojekt des Kunsthistorischen Museums eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur und der Besuchererfahrung sowie eine inklusive Gestaltung, die zahlreiche neue Möglichkeiten zur Verfügung stellt.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Sonstiges
In welchen Regionen?
Wien
Genauer Ort bekannt?
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien, Österreich
Sachschaden
42300000 € Schaden
Beste Referenz
oe24.at
Weitere Quellen
ots.at

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"