
Ein mutmaßlich gefälschtes Kunstwerk, das als Original von Arnulf Rainer angeboten wurde, ist per Gerichtsbeschluss endgültig aus dem Verkehr gezogen worden. Laut vienna.at wurde das Werk in einem Wiener Auktionshaus im Jahr 2023 zur Versteigerung eingereicht. Nach umfangreichen Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien stellte sich jedoch heraus, dass es sich um eine Fälschung handelte. Arnulf Rainer selbst informierte die Behörden über den Betrugsversuch und trieb damit die Untersuchungen voran.
Im Dezember 2024 erkannte das Landesgericht Wien die übermalte Farbfotografie als Fälschung und verbot deren weiteren Handel als Original. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Fortschritt im Kampf gegen Kunstfälschung auf dem österreichischen Kunstmarkt, da sie die Vertrauenswürdigkeit des Kunsthandels stärkt und etwaige Betrügereien eindämmt.
Ermittlungen und Fälscher
ErmittlerInnen der EB06 Gruppe Stummvoll des Landeskriminalamts waren maßgeblich an der Aufklärung des Falls beteiligt, wie heute.at berichtet. Während des Verfahrens stellte sich heraus, dass der Verkäufer das Werk gutgläubig erworben hatte. Dies führte dazu, dass der mutmaßliche Fälscher nicht strafrechtlich verfolgt werden konnte, da die Tat verjährt war. Die Staatsanwaltschaft Wien stellte daraufhin beide Strafverfahren ein.
Die Provenienzuntersuchungen waren entscheidend für die Feststellung der Fälschung. Ein unabhängiger Sachverständiger hatte die Arbeiten begutachtet und die Ermittlungen führten schließlich zur gerichtlichen Entscheidung. Das sicherstellte Werk bedrohte nicht nur den Marktwert authentischer Kunstwerke, sondern auch die Reputation des Auktionshauses.
Kunstrecht im Fokus
Der Vorfall wirft wichtige Fragen im Bereich des Kunstrechts auf, das unter anderem den Schutz und die Pflege von Kulturgut, den Kunsthandel sowie rechtliche Fragestellungen rund um Kunstauktionen und Versicherungen umfasst. In einem postgradualen Lehrgang zum Kunstrecht, wie auf der Seite der SFU beschrieben, werden die Teilnehmenden auf aktuelle Themen wie Kunstfälschung, Provenienzforschung und die Rolle von Kunstsachverständigen vorbereitet.
Die internationale und nationale Gesetzgebung in diesem Bereich ist entscheidend für den Schutz von Künstlerrechten und die Durchsetzung von rechtlichen Ansprüchen. Der Fall Rainer zeigt, wie wichtig es ist, auch auf rechtliche Standards zu achten, um Fälschungen zu erkennen und zu verfolgen.
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