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Die Kunsthalle Wien präsentiert eine bahnbrechende Ausstellung mit dem Titel "Radical Software: Women, Art & Computing 1960-1991", die vom 28. Februar bis 25. Mai 2025 zu sehen ist. Diese innovative Schau beleuchtet die unterrepräsentierten Pionierinnen der digitalen Kunst und bietet einen Einblick in die kreativen Prozesse, die Frauen in den Anfängen der Technologie durchführten. Die Kuratorin Cotton erinnerte bei der Pressekonferenz daran, dass in der Vergangenheit oft keine Wertschätzung für die Arbeiten dieser Künstlerinnen bestand und appellierte an die Kunstgemeinde, dies zu ändern.
Künstlerinnen und ihre Werke
Einer der Hauptakteure der Ausstellung, die 89-jährige Inge Borchardt, forschte bereits ab 1961 am Deutschen Elektronen-Synchrotron in Hamburg und schuf in ihrer Freizeit beeindruckende grafische Werke. Abgerundet wird die Ausstellung durch faszinierende Textilarbeiten von Charlotte Johannesson und Rosemarie Trockel, die moderne Softwaretechniken mit traditioneller Webkunst verbinden. Auch das Kapitel "Hardware" zeigt Werke von Ulla Wiggen, die in den 1960er Jahren Schaltkreise in ihren Gemälden abbildete – ein wunderschöner Bezug zur Verschmelzung von Kunst und Technik.
Zusätzlich wird im Rahmen der Ausstellung ein Symposium an der TU Wien stattfinden, das weitere Diskussionen zu diesem Thema anregen soll. Begleitend dazu wird ein Katalog veröffentlicht, der nicht nur die ausstellenden Werke dokumentiert, sondern auch 27 Interviews mit Künstlerinnen enthält, die tiefere Einblicke in ihre kreativen Prozesse und Herausforderungen geben, wie von kunstplaza.de berichtet.
Die Kunsthalle Wien setzt mit dieser Schau ein starkes Zeichen für die Sichtbarkeit von Frauen in der Kunstwelt und eröffnet eine Plattform, um über die bedeutenden Beiträge dieser Künstlerinnen nachzudenken. Die Ausstellung verspricht spannende Perspektiven und regt zur Auseinandersetzung mit den hybriden Formen zwischen Mensch und Maschine an, die in der digitalen Kunst heutzutage eine zentrale Rolle spielen.
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